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Welches sind die häufigsten Zahnerkrankungen?

Karies steht an erster Stelle unter den Zahnkrankheiten, wobei sie oftmals weitere Probleme nach sich zieht. Während in Deutschland deutlich weniger Fälle als früher auftauchen, sieht es in anderen Ländern schlechter aus. So hatten bei uns vor 30 Jahren Kinder in einem Alter von zwölf Jahren im Durchschnitt sieben kariöse Zähne, heute liegt die Zahl bei 0,7. In aufsteigenden Industriestaaten und Schwellenländern, darunter Brasilien, Litauen sowie Polen, haben Zwölfjährige durchschnittlich sechs von Karies befallene Zähne.

Krokodil
Bei einem solchen Gebiss braucht man sich keine Gedanken um Zahnerkrankungen zu machen.

Lohnenswert: Die Zahnzusatzversicherung

Die Bezeichnung Karies ist den meisten Menschen geläufig. Weltweit sind 99 Prozent der Erwachsenen von ihr betroffen, sodass es die von Zahnärzten am häufigsten gestellte Diagnose darstellt. Es gibt jedoch noch zahlreiche weitere Erkrankungen im Mundbereich, die sowohl mit Schmerzen als auch teilweise mit einem Zahnverlust einhergehen. Gehen Betroffene frühzeitig zum Arzt, lassen sich größere Schäden häufig verhindern. Sind diese erst vorhanden, kann es teuer werden, denn in der Regel übernimmt die GKV ausschließlich Basisleistungen. Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung hat schon vielen Zahnpatienten aus der Misere geholfen. Zu den führenden Anbietern gehört DA Direkt, die Interessierten zahlreiche Vorteile bietet:

  • Kostenübernahme von bis zu 100 Prozent
  • sofortige Versicherung (ohne Gesundheitsfragen und Wartezeit)
  • monatlich kündbar
  • Mitversicherung von Kindern bei unfallbedingten Zahnverletzungen
  • Angebot an verschiedenen Extra-Leistungen
  • persönliche Beratung

Zahnerkrankungen im alphabetischen Überblick

Abszesse

Es handelt sich um – im Gewebe befindliche – abgekapselte Eiteransammlungen. Häufig sind Abszesse schmerzhaft, zum Teil führen sie auch zu Fieber. Meist begründet sich ihre Entstehung auf eine Infektion der Zahnfleischtaschen oder –wurzeln. Eher seltener treten sie bei einem problembehafteten Durchbruch der Weisheitszähne auf. Abszesse werden vom Arzt entleert und ausgespült. Liegt ein schwerer Fall vor, kommt zusätzlich Antibiotikum zum Einsatz.

Aphten

Als Aphten werden Bläschen an den Schleimhäuten der Mundhöhle bezeichnet. Diese öffnen sich in der Regel innerhalb eines kurzen Zeitraums nach dem Auftauchen. Daraus resultieren offene Wunden, die etwa die Größe einer Linse haben. Typischerweise werden sie von einem weißlichen Fibrinbelag begleitet. Vermehrt setzen Mediziner desinfizierende, entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Salben ein.

Gingivitis

Der Begriff steht für eine akute, manchmal auch chronische Entzündung des Zahnfleisches, das Rötungen und Schwellungen aufweist. Darüber hinaus neigt es zu Blutungen. Gingivitis entsteht häufig, wenn die regelmäßige Entfernung von Zahnbelag vernachlässigt wird. Hält die Erkrankung länger an oder kehrt immer wieder, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die mögliche Weiterentwicklung zu einer Parodontitis zu verhindern.

Karies

Die Erkrankung wird auch als Zahnfäule bezeichnet, sie ist die Folge einer Zerstörung der Zahnhartsubstanz. Im allgemeinen Sprachgebrauch sprechen wir von einem „Loch im Zahn, das bei fortschreitender Karies entsteht. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die Vermeidung zuckerhaltiger Nahrungsmittel und Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta helfen, sie fernzuhalten.

Symbolbild Zahnarztbesuch
Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen lässt sich zahlreiche Zahnerkrankungen vorbeugen.

Kieferzysten

Abgekapselte Gewebehohlräume nennen Mediziner Zysten. Im Mundbereich bilden sie sich im Kiefer, oftmals nach einer Zahnwurzelentzündung (radikuläre Zysten). Weitaus seltener tauchen Kieferzysten aufgrund Zahnentwicklungsstörungen auf (follikuläre Zysten). Generell sind alle Varianten gutartig, allerdings wachsen sie stetig und können den Kieferknochen schwächen. Anfangs gehen Kieferzysten meist ohne Schmerzen einher, ab einer gewissen Größe können diese jedoch durch den entstehenden Druck ausgelöst werden. In der Regel ist die operative Entfernung angesagt.

Parodontitis (marginale)

Bei Parodontitis handelt es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Er setzt sich aus den Knochen, dem Zahnfleisch, der Wurzelhaut sowie den Haltefäden zusammen. Dieses Gesamtsystem sorgt normalerweise für eine feste Verankerung des Zahnes im Kiefer. Wird eine Gingivitis nicht behandelt, breitet sie sich manchmal zwischen Zahn sowie Zahnfleisch in die Tiefe aus. Dabei bilden sich Zahnfleischtaschen und es kommt zu einer marginalen Parodontitis. Erfolgt keine rechtzeitige zahnärztliche Behandlung, müssen Betroffene mit einer Lockerung der Zähne und schlussendlich deren Verlust rechnen.

Periimplantitis

Sie stellt das Implantat-Äquivalent zur vorbezeichneten Parodontitis dar. Bei einer Periimplantitis entzündet sich das Implantatbett. Eine zuverlässige Diagnostizierung erfolgt durch die Erhebung der modifizierten Version des sogenannten SBI (Sulkus-Blutungs-Index). Dabei wird die Zahnfleischfurche ausgestrichen und nach etwa 30 Sekunden auf Blutungen untersucht. Die Ergebnisse werden in Entzündungsgrade von 0 bis 3 eingeteilt.

Pulpitis

Der Fachbegriff für Zahnmark (im Volksmund auch Zahnnerv genannt) ist Pulpa. Ist sie entzündet, spricht man von der Erkrankung Pulpitis. In den meisten Fällen wird diese von einer Karies-Infektion verursacht. Durch deren Entfernung und eine Zahnfüllung kann sie beseitigt werden. Schreitet die Pulpitis jedoch voran, stirbt das Zahnmark ab. Um den Zahn in diesem Stadium noch retten zu können, ist eine Wurzelbehandlung und ggfs. eine Wurzelspitzenresektion erforderlich.

Können Zahnprobleme die Ursache von Kopfschmerzen sein?

Zahnerkrankungen können unseren gesamten Körper negativ beeinflussen und daher durchaus auch Kopfschmerzen verursachen. Nicht nur schlechte Zähne sind der Auslöser, sondern teilweise ist die Kaumuskulatur dafür verantwortlich. Gleichfalls besteht die Möglichkeit, dass Bruxismus (Zähneknirschen) Spannungskopfschmerzen auslöst. Ist Letzteres der Verursacher, treten häufig gleichzeitig Schmerzen im Kiefer oder der Gesichtsmuskulatur direkt nach dem Nachtschlaf auf.  Leiden Patienten unter Druck-Kopfschmerz, können Bakterien involviert sein, die ihren Weg von der Mundhöhle in die Nasennebenhöhlen gefunden haben. Schmerzhafte Entzündungen mit eitrigem Ausfluss sind mögliche Folgen.

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