wissen.de
Total votes: 113
wissen.de Artikel

VR-Brillen - virtuelle Realität für jeden

...

VR-Brillen vor der Markteinführung

Seit Anfang der 2010er Jahre hat eine ganze Reihe von Herstellern begonnen, das passende Gerät für diese Wünsche zu entwickeln. Der bekannteste Produzent ist wahrscheinlich die Firma Oculus, die die VR-Brille "Rift" entwickelt. Erste Prototypen waren bereits 2012 und 2014 erhältlich. Ursprünglich waren diese "Developer Kits" dazu gedacht, dass andere Entwickler die Möglichkeiten erkunden und weitere Software für die Brille entwickeln konnten. Doch auch viele Privatpersonen legten sich bereits die ersten Versionen von wirklich funktionierender virtueller Realität für den Hausgebrauch zu.

Mann beim Test von Oculus Rift (2013)
Die Entwickler-Version des Oculus Rift wurde bereits Anfang 2013 ausgeliefert.

Die tatsächliche Markteinführung der Oculus Rift soll Anfang 2016 stattfinden. Konkurrenz gibt es jedoch auch schon. Sony etwa arbeitet an einer VR-Brille für die Playstation, und die Software-Firma Valve entwickelt zusammen mit der Firma HTC an nötiger Hardware, um die Nutzer der Spieleplattform Steam in virtuelle Realität eintauchen zu lassen. Der Smartphone-Hersteller Samsung will in Zusammenarbeit mit Oculus eine eigene Brille auf den Markt bringen. Die Samsung Gear enthält die nötigen Sensoren für flüssige Bewegungen, verzichtet aber auf das Display. Stattdessen sollen Nutzer ein kompatibles Smartphone anschließen können, das dann die Bilder liefert.

Pappgestell und Smartphone reichen aus

Diesen Ansatz verfolgen auch die einfachsten Formen der VR-Brillen, die bereits für wenige Euro erhältlich sind: Gestelle aus Pappe oder Plastik mit einfachen Linsen, vor die lediglich ein Smartphone in eine Halterung gesteckt wird. Diese Brillen erfordern zusätzlich nur die passenden Apps, die auf dem Smartphone-Display die passende Anzeige für jedes Auge liefern. Ein prominenter Vertreter dieser Sorte ist das Modell "Google Cardboard", doch auch hier ist die Konkurrenz groß.

Minimalistisches VR-Brillenkonzept von google
Einfache Pappkonstruktionen machen das Smartphone zur VR-Brille - hier die google-Variante.

Die Bildqualität dieser einfachen Brillen steht den komplexen Vollgeräten nur wenig nach. Das Display der Oculus Rift etwa gleicht dem eines Smartphones, und in der Samsung Gear kommt von Vorneherein ein Smartphone zum Einsatz. Unterschiede gibt es jedoch bei den Bewegungssensoren: diese sind bei den kompletten Brillen viel empfindlicher. Daher setzen sie Bewegungen viel realitätsgetreuer um als die Pappbrillen. Doch für die ersten Schritte zum Erkunden der virtuellen Realität sind die einfachen Brillen für wenige Euro ideal.

AKR, 08.10.2015
Total votes: 113