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Tipp für frischgebackene Mütter: Wer sich fürs Stillen entscheidet, sollte die Natürlichkeit bewahren

Dass die Weltgesundheitsorganisation rät, ein Baby vier bis sechs Monate zu stillen, ist längst bekannt. Doch kommt dieser Ratschlag an? Laut einer Stillstudie aus dem Jahr 2017 finden 90 Prozent der Mütter, dass das Stillen die beste Methode ist, um ein Baby zu ernähren. Allerdings zeigt die Studie auch: Nicht alle Mütter, die Stillen für die beste Methode halten, halten sich auch an den empfohlenen Zeitraum von vier bis sechs Monaten. Ein Viertel der Befragten stillte ein Vierteljahr. Etwa ein Drittel schaffte es auf die empfohlenen sechs Monate. Knapp 30 Prozent der Befragten stillten ihre Babys bis zu einem Jahr. Die wichtigsten Rahmenbedingungen, um ein Baby erfolgreich stillen zu können, erklärt dieser Beitrag.

Das Umfeld muss passen – und dafür braucht es gar nicht viel

Equipment rund ums Stillen gibt es in Massen im Handel. Doch wer sich auf die Vorteile des Stillens besinnt, der weiß auch: Stillen ist die natürlichste Form, ein Baby zu füttern – und dafür braucht es im Alltag gar nicht wirklich viel. Stilleinlagen und ein Still-BH gehören zur Grundausstattung für stillende Mütter. Weiteres Equipment dient dem Komfort oder kommt in speziellen Situationen zum Einsatz.

Symbolbild Stillen
Abbildung 1: Zum Stillen braucht es Mutter, Kind und eine ruhige Atmosphäre. Ein Stillkissen könnte Verspannungen vorbeugen; Pumpe, Hütchen und Co. braucht es nur in speziellen Situationen.
Für entspanntes Stillen zuhause: das Stillkissen

Natürlich ist es praktisch, das Baby ortsunabhängig stillen zu können. Allerdings darf es zuhause ruhig eine Portion mehr Komfort sein. Dafür gut geeignet sind die hochwertigen Stillkissen von Corpomed. Ein Stillkissen entlastet Arme, Nacken und Rücken, beugt Schmerzen an den jeweiligen Körperstellen vor und entlastet das Baby durch eine gesunde Liegeposition. Die U-Form des Kissens sorgt dafür, dass die Mama sich entspannt anlehnen kann, während der Nachwuchs die richtige Position beibehalten kann, um entspannt zu trinken. Das kleinere Modell in C-Form ist ein beliebter Begleiter für unterwegs und die Mondform ist das Minimodell, was allerdings nur die Größe betrifft, nicht etwa die Funktionalität.

Stillkissen können mit Schaumstoff, mit Fasern, mit Microperlen und sogar mit Getreide gefüllt sein. Eine Schaumstofffüllung ist sehr weich, gibt aber auch entsprechend nach. Mit Fasern gefüllte Stillkissen sind das unflexible Pendant. Das mit Getreide gefüllte Stillkissen ist zwar sehr natürlich, aber auch recht schwer. Zudem ist kein leises Umbetten möglich, da die Körner bei jeder Bewegung ein Geräusch von sich geben. Mit Microperlen gefüllte Stillkissen sind unterm Strich die beste Wahl, denn sie sind gut gefüllt und leicht zugleich.

Bei Bedarf können diese Stillhelfer unterstützen

Wer sein Baby stillen möchte und trotzdem punktuell unabhängig sein will, kann nach einigen erfolgreichen Wochen des natürlichen Stillens damit beginnen, Muttermilch abzupumpen und per Flasche zu geben. Wann dazu der richtige Zeitpunkt ist, darüber scheiden sich die Geister. Grundsätzlich braucht es den Kontakt von Mutter und Kind, damit die Milchproduktion aktiviert wird. Erst wenn sich der Körper stabil darauf eingestellt hat, ist es eine Option, Milch abzupumpen und dann per Fläschchen zu geben. Hierfür ist zusätzliches Equipment nötig, wie etwa eine Milchpumpe und Fläschchen. Kommt es während des Stillens zu Problemen, wie etwa zu wunden Brustwarzen oder Problemen beim Trinken an der Brust, können Stillhütchen angeschafft werden. Grundsätzlich jedoch raten Hebammen und Gynäkologen dazu, die Natürlichkeit des Stillens zu bewahren, wenn man sich als junge Mutter dafür entschieden hat.

Vor der Geburt entscheiden, nach der Geburt starten

Um sich auf das Abenteuer Stillen einzulassen, muss bereits im Vorfeld feststehen, ob oder ob nicht. Diese Entscheidung darf, soll und muss jede Frau für sich selbst entscheiden, wohl aber ist es wichtig, die Vor- und Nachteile zu kennen und abzuwägen, um eine valide Entscheidung treffen zu können.

  • Vorteile: Die Muttermilch enthält den Mix, den das Baby ab der Geburt braucht. Und: Die Zusammensetzung der Muttermilch variiert je nachdem, was das Baby braucht. So haben Studien ergeben, dass Muttermilch vor Krankheiten, Entzündungen, Durchfall, plötzlichem Kindstod oder Adipositas schützen kann. Sogar einen positiven Effekt auf den Intelligenzquotienten wird der Muttermilch nachgesagt. Für die Mutter hat das Stillen den Vorteil, dass die Rückbildung beschleunigt wird und das Risiko sinkt, an Eierstock- oder Brustkrebs zu erkranken. Das Stillen spart Zeit, Geld und schont die Umwelt, denn die Muttermilch ist immer an Bord, ist unverpackt und richtig temperiert. Die emotionale Bindung zwischen Kind und Mutter wird gestärkt und das Stillen entspannt, was auf das Hormon Oxytocin zurückzuführen ist.
  • Nachteile: Stillen bedeutet, sich Zeit zu nehmen, um sich auf die neue Situation einzustellen, und Durchhaltevermögen zu beweisen, wenn es nicht klappt. Milcheinschuss und Milchstau können zu körperlichen Beschwerden führen, zudem setzen sich manche Mütter massiv unter Druck, stillen zu müssen – auch wenn es nun mal nicht funktioniert. Die körperliche Abhängigkeit, der Verzicht auf Genussmittel sowie eine möglicherweise eingeschränkte Sexualität sind bei der Entscheidung für oder gegen das Stillen ebenfalls zu bedenken.

Symbolbild Exoplanet
Ob eine Mutter stillen möchte oder nicht, sollte sie möglichst vor der Geburt in Ruhe abwägen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, vier bis sechs Monate zu stillen. Allerdings ist diese Rat nur sinnvoll umzusetzen, wenn es Kind und Mutter damit gut geht.
Wer sich für den Versuch entschieden hat, stillen zu wollen, der sollte damit direkt nach der Geburt beginnen. Unabhängig davon, ob das Baby per Kaiserschnitt oder natürlich auf die Welt gekommen ist. Der Hautkontakt und der Versuch des Babys zu trinken, wirkt sich positiv auf die Milchbildung aus und hilft beim Versuch, zu stillen. Dafür ist das Hormon Prolaktin verantwortlich, das sich positiv auf die Milchproduktion auswirkt. Wer nicht stillen kann oder will, sollte Säuglingsnahrung kaufen, die nach dem Vorbild der Muttermilch zusammengesetzt wird, rät die Stiftung Kindergesundheit.

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