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RFID

RFID - das Ende des Barcodes?

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Wozu RFID?

Ist Radio-Frequency Identification (RFID) oder zu deutsch Radiofrequenz-Identifikation also nur als Instrument einer bösen Verschwörung gedacht, um den Menschen noch gläserner zu machen? „Mitnichten“, sagt Mátyás Kalla, Technischer Betriebswirt und Logistikfachmann aus Hamburg. „Dazu müssten die RFID-Codes über weitaus größere Entfernungen lesbar sein. Außerdem gibt es noch zu viele Störelemente, etwa Metalle, die sich irgendwo zwischen Chip und Lesegerät befinden und den Kontaktaufbau verhindern können.“

RFID dient vielmehr dazu, Prozesse zu optimieren. Der Chip liefert nicht nur Seriennummern ans Lesegerät, den so genannten Reader, sondern alle möglichen Daten eines Objekts. Manche Fluggesellschaften verwenden die Technik zum Beispiel, um abgelaufene Rettungswesten auszutauschen. Während das Personal zuvor noch jede einzelne Weste im Flieger überprüfen musste, kann es nun die abgelaufenen mühelos aufspüren. Auch in großen Lagern bewährt sich RFID insofern, als bestimmte Güter sich nicht mehr an einem bestimmten Ort befinden müssen, um schnell zur Hand zu sein. Sobald eine Palette ihren Platz erreicht hat, wird sie vom Reader erfasst, dieser übermittelt den Standort an einen Computer. Das spart auch Zeit bei der Einlagerung. Derzeit noch im Praxistest: Die RFID-geführte Kasse im Großmarkt: Ein Lesegerät erfasst den kompletten Inhalt eines Einkaufswagens auf einen Schlag, die Abbuchung erfolgt anschließend automatisch per EC- oder Kreditkarte. Klingt, als könnte dies das Ende des guten alten Barcodes bedeuten.

 

von wissen.de-Autor Jens Ossa
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