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Reise-Schnappschüsse: Fotos lassen uns Momente sogar stärker wahrnehmen

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Drei Museumsbesucher vor großformatigem Gemälde
Die Abwesenheit einer Kamera garantiert leider keine Aufmerksamkeit für die Umgebung.
Die Teilnehmer ohne Kamera verloren schnell das Interesse

Das erstaunliche Ergebnis: Die Fotografen hatten die Momente mehr genossen als die Teilnehmer ohne Kamera. Entgegen der landläufigen Erwartung waren es diese, die sich nicht vollständig auf die Tätigkeit konzentrieren konnten.

In einem weiteren Experiment sollten die Probanden eine Museumstour machen und dabei einen Eyetracker tragen. Diese Brille misst automatisch, wie sich die Augen ihres Trägers bewegen und wohin er Träger schaut. Und auch hier schien das Fotografieren eher den Genuss zu steigern: Die Fotografen schauten sich länger die Ausstellungsstücke länger und intensiver an, während die anderen schnell das Interesse verloren.

Nicht alles war für die Fotografen besser

Wenn wir mit unseren Freunden unterwegs sind, ist leichtes Gepäck die beste Option, um seine Freizeit zu genießen. Eine Kamera mit all den Kleinigkeiten, um perfekte Bilder zu schießen, kann sich da eher als sperrig herausstellen. Das empfanden auch die Teilnehmer der Studie. Diese nahmen große Kameras mitsamt Ausrüstung als hinderlich wahr.

Ein weiteres Manko ist, dass die Fotografen unangenehme Situationen intensiver wahrgenommen haben. Das stellte sich heraus, als die Freiwilligen im Rahmen der Studie eine virtuelle Safari machten. Während dieser Safari mussten die Teilnehmer beobachten, wie ein Wasserbüffel von einer Gruppe Löwen angegriffen wurde. Die Fotografen wurden durch diese Bilder stärker geschockt als die Teilnehmer ohne Kamera.

TKR, 13.07.2016
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