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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Taille

Tail|le
[tljə]
f.
11
1.
Teil des Rumpfes zwischen Brustkorb bzw. Rücken und Hüften
2.
Kart.
Aufdecken der Blätter
3.
in Frankreich vom 15. Jh. bis 1789
Steuer der nichtprivilegierten Stände
[zu 1: < 
frz.
taille
„Einschnitt“, auch allg. „Wuchs, Figur“, eigtl. „Zuschnitt, Form des Körpers“, zu
tailler
„schneiden, zu, beschneiden“; zu 2:
frz.
taille
bedeutete auch „Kerbholz“, d. h. Holz, in das früher Einschnitte als Merkzeichen für Schulden gemacht wurden, < 
lat.
talea
„Stab, stabförmiges Stück“; die Bedeutung ging von dem Stock mit den eingekerbten Schulden auf diese selbst über und wandelte sich dann zu „Abgabe, Steuer“]
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