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Mount McKinley - der kälteste Berg

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Der 6194 Meter hohe Südgipfel des Mount McKinley bildet den höchsten Punkt der tausend Kilometer langen Alaska Range. Dieser Gebirgszug verläuft als natürliche Grenze zwischen dem gebirgigen Norden und der Küstenebene im Süden Alaskas. Er bildet die bogenförmige Verlängerung der Rocky Mountains durch Südalaska hin zur Aleutian Range, an deren Ende sich die Inselkette der Aleuten anschließt. Die Alaska Range ist eine wichtige Wetterscheide in Alaska und trennt das eher trockenere Innere vom feuchteren Süden ab. Alle Fünf- und Sechstausender Nordamerikas liegen in der Alaska Range oder den südöstlich anschließenden St.Elias-Mountains, die zum Teil zu Kanada gehören.

Obwohl sie auf dem “Feuergürtel“, dem “Ring of Fire“ um den Pazifik liegt, gibt es in der Alaska Range keinen Vulkanismus. Magma, das in Richtung Erdoberfläche drang, konnte unter der dicken Kruste des bereits vorhandenen Gebirges nicht an die Oberfläche gelangen. Es erkaltete zu grobkristallinem Tiefengestein. So bestehen heute die höchsten Erhebungen Alaskas, der Denali und der Mount Foraker (5300 Meter), nach Jahrmillionen andauernden Abtragungsvorgängen und tektonischen Prozessen aus freigelegtem Granit.

Die Athabascan-Indianer nannten den höchsten Gipfel Nordamerikas “Denali“, “den Hohen“. Nach dieser indianischen Bezeichnung wurde auch der Denali-Nationalpark benannt, über dem der McKinley emporragt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt der weiße Bergriese den Namen “Mount McKinley“ nach dem Präsidenten William McKinley, der 1901 ermordet wurde.

Der Mount McKinley ist nicht nur der höchste Berg Nordamerikas, er ist auch der kälteste Berg der Welt. Über die Hälfte des Berges liegt unter einem dicken Eispanzer verborgen, und seine Schneefelder speisen zahllose Gletscherströme. Selbst im Sommer herrschen auf dem Mount McKinley frostige Temperaturen. Im Winter fällt das Thermometer zuweilen bis auf unter -70 Grad Celsius. Zugleich erreichen eisige Windböen Geschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern.

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Dr. Alexander Stahr
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