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LEXIKON

Zypern

Bevölkerung

Die überwiegende Mehrheit der Zyprer sind christlich-orthodoxe Griechen, etwa 11% sind muslimisch-sunnitische Türken. Armenier und Maroniten bilden kleine Minderheiten. Die politischen Ereignisse Mitte der 1970er Jahre hatten eine beträchtliche Binnenwanderung zur Folge. Durch Flucht, Zwangsvertreibung und freiwillige Umsiedlung verloren etwa 200 000 Griechen und 50 000 Türken ihre alte Heimat. Seither leben bis auf wenige Ausnahmen die griechischen Zyprer im Süden und die türkischen Zyprer im Norden der Insel.
Die Trennung der Siedlungsgebiete sowie die erhebliche Zahl von türkischen Zyprern, die für immer die Insel verließen, führte zu einer Überbevölkerung des Süden und eine Unterbevölkerung des Norden. Daran konnte auch die Ansiedlung von rund 70 000 Türken aus Ostanatolien nichts ändern.
Besonders dicht besiedelt sind die Messaria sowie die Küstenebenen im Westen und Süden. Durch zunehmende Landflucht ist der Anteil der städtischen Bevölkerung auf etwa 70% gestiegen. Größte Stadt ist die gemeinsame Hauptstadt Nicosia (griechisch Lefkosia, türkisch Lefkoşa), die durch die Demarkationslinie in zwei Teile gespalten ist.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Sonnenreiches Mittelmeerklima
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Sonne, Strände und archäologische Stätten
    2. Landwirtschaft und Kleinindustrie
    3. Geteiltes Verkehrsnetz
  7. Geschichte
    1. Wechselnde Herrschaften
    2. Unabhängigkeit und Teilung
    3. Ungelöster Konflikt
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