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LEXIKON

Zhang Yimou

[dʒaŋ i:mɔu]
chinesischer Filmregisseur, * 14. 11. 1951 (nach anderen Angaben 1950) Xian; bedeutender Vertreter der so genannten Fünften Generation der chinesischen Regisseure, die ihre Karriere nach der Kulturrevolution begannen und sich um neue künstlerische Freiheiten bemühten. Zhang Yimou arbeitete zunächst als Kameramann, bevor er eigene Filme drehte, die unter Einsatz anspruchsvoller Farb-und Lichtelemente die Selbstverwirklichung des Individuums vor dem Hintergrund von Herrschaft und Unterdrückung thematisieren. Dadurch entstanden immer wieder Konflikte mit der Zensurbehörde, die mit Aufführungsverboten reagierte. In seinen neueren Arbeiten setzte Zhang Yimou vermehrt auf populär-kommerzielle Themen. Filme u. a.: „Das rote Kornfeld“ 1988; „Judou“ 1990; „Rote Laterne“ 1991; „Die Geschichte der Qiuju“ 1992; „Leben!“ 1994; „Shanghai Serenade“ 1995; „Keep Cool“ 1997; „Nicht einer weniger“ 1999; „Heimweg“ 2000; „Hero“ 2002; „House of Flying Daggers“ 2004; „Der Fluch der goldenen Blume“ 2006. 2008 wurde Zhang Yimou mit der Inszenierung der Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Spiele in Peking beauftragt.
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