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LEXIKON

Sojus

[
saˈjuz; russisch, „Bund“
]
sowjetische bzw. ab 1992 russischer Raumkapseln für eine Drei-Mann-Besatzung; der Typ hat eine Länge von rund 9,3 m, einen größten Durchmesser von rund 3 m und ein Gewicht von rund 6,5 t. Die wichtigsten Flüge: Mit Sojus 1 verunglückte 1967 W. Komarow. Sojus 9 (1970) diente biomedizinischen Versuchen (Rekord von 287 Erdumläufen). Sojus 10 und 11 (1971) brachten Kosmonauten in die Raumstation Saljut. 1974 koppelte Sojus 14 an Saljut 3 an, brach Sojus 15 den Flug ab, war Sojus 16 auf Vorbereitungsflug für Apollo-Sojus-Unternehmen. 1975 koppelten Sojus 17 und Sojus 18 an Saljut 4 an; Sojus 19 war am Apollo-Sojus-Unternehmen beteiligt. An Saljut 6 koppelten 19781981 Sojus 26 bis Sojus 40 an. Die verbesserte Raumkapsel Sojus-T wurde ab 1980 für bemannte Flüge verwendet. 19821986 flogen T-5 bis T-15 zur Station Saljut 7. Die weiterentwickelte Version Sojus TM flog von 1986 (TM-1) bis 2000 (TM-30) die Raumstation Mir an, TM-31 bis TM-34 transportierten bis 2002 in sog. Taxi-Missionen Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS). Seit 2002 fliegt die vor allem hinsichtlich der zulässigen Körpergrößen der Astronauten modifizierte Version Sojus TMA Einsätze zur ISS. 2010 ging eine neue Sojus-Generation mit digitaler Steuerungstechnik an den Start (TMA-M).
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