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LEXIKON

Scharnhorst

Scharnhorst, Gerhard Johann David von
Gerhard Johann David von Scharnhorst
Gerhard Johann David von (1802), preußischer Offizier (1813 Generalleutnant), * 12. 11. 1755 Bordenau, Hannover,  28. 6. 1813 Prag; 18081810 Leiter des neuen Kriegsministeriums, dann preußischer Generalstabschef, arbeitete zusammen mit A. N. von Gneisenau die Heeresreform aus, die er im Rahmen der Reformen des Freiherrn vom Stein durchführte. Scharnhorst umging die Beschränkung der Heeresstärke durch das Krümpersystem, schaffte das Adelsprivileg auf die Offiziersstellen ab, setzte die allgemeine Wehrpflicht durch (1813) und gab dem Heer ein neues Ethos. Als Generalstabschef G. L. von Blüchers in den Befreiungskriegen in der Schlacht bei Groß-Görschen (1813) schwer verwundet, starb Scharnhorst an den Folgen der Verwundung in Prag, wo er Österreich zum Anschluss an die Koalition zu bewegen gesucht hatte. Hauptwerke: „Handbuch für Offiziere in den anwendbaren Teilen der Kriegskunst“ 3 Teile 17871790; „Militärische Denkwürdigkeiten unserer Zeiten“ 6 Bände 17971805; „Handbuch der Artillerie“ 3 Bände 18041814.
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