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LEXIKON

Sächsische Staatskapelle Dresden

Dresdner Staatskapelle
1548 als Dresdner Hofkapelle gegründet und damit eines der ältesten deutschen Sinfonieorchester; 1854 Gründung eines „Tonkünstler-Vereins“ zur Kammermusikpflege; nach verschiedenen Namensvarianten von 19181991 „Staatskapelle Dresden“. Das Orchester erlangte unter Heinrich Schütz (Leiter 16171672) europäische Geltung und spielte seit 1627 (Uraufführung der ersten deutschen Oper) auch besonders als Opernorchester; gehört durch seinen einzigartigen Klang zu den Spitzenorchestern der Welt.
Bedeutende Chefdirigenten: Johann Adolf Hasse (17331763), Johann Gottflieb Naumann (17761801), Carl Maria von Weber (18171826), Richard Wagner (18431849), Ernst von Schuch (* 1846,  1914; 18721914), Fritz Reiner (19141921), Fritz Busch (19221933), Karl Böhm (19341943), Joseph Keilberth (19451950), Otmar Suitner (* 1922,  2010; 19601964), Herbert Blomstedt (19751985), Giuseppe Sinopoli (19922001), Bernard Haitink (20022004) und Fabio Luisi (seit 2007), erster Ehrendirigent des Orchesters ist seit 1990 Colin Davis; das Repertoire enthielt immer wieder Ur- bzw. Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, so von Antonio Vivaldi, Richard Strauss, Anton Bruckner, Gustav Mahler, Claude Debussy, Paul Hindemith oder Wolfgang Rihm. Seit dem 19. Jahrhundert Nachwuchspflege, seit 1993 in Form einer Orchesterakademie; seit 2007 alljährliche Ernennung eines „Capell-Compositeurs“; regelmäßige Sonderkonzerte in der Frauenkirche sowie kammermusikalische Veranstaltungen.
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