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LEXIKON

Romains

[
roˈmɛ̃
]
Jules, eigentlich Louis Farigoule, französischer Schriftsteller, * 26. 8. 1885 Saint-Julien-Chapteuil,  14. 8. 1972 Paris; Verkünder eines „Unanimismus“, d. h., er stellt die Idee einer Gruppenseele, die ein eigenes Bewusstsein entwickelt und damit den Gegensatz zwischen Individuum und Kollektiv aufhebt, in den Mittelpunkt. Lyrik: „La vie unanime“ 1908; Hauptwerke: „Les hommes de bonne volonté“ (27-teiliger Romanzyklus) 19321946, deutsch „Die guten Willens sind“ Band 17 19351938. Weitere Romane: „Die Erlebnisse der Madame Chauverel“ 1959, deutsch 1960; Komödie: „Dr. Knock oder der Triumph der Medizin“ 1923, deutsch 1947, die die Verführbarkeit der Menge demonstriert und von Romains pointiertem rhetorischen Können zeugt; auch Essays.
  • Erscheinungsjahr: 1946
  • Veröffentlicht: Frankreich
  • Verfasser:
    Romains
    , Jules
  • Deutscher Titel: Die guten Willens sind
  • Original-Titel: Les hommes de bonne volonté
  • Genre: Romanzyklus
Mit dem Erscheinen der letzten sieben Romane ist der 27-bändige Zyklus »Die guten Willens sind« von Jules Romains (* 1885,  1972) komplett. Romains schildert in diesem monumentalen Werk die sozialen Verhältnisse und Entwicklungen Frankreichs in der Zeit vom 6. Oktober 1908 bis zum 7. Oktober 1933. Dabei interessieren Romains weniger Einzelschicksale als die Darstellungen von Gruppen, die der Autor als »unanimes« bezeichnet: Von einer mystischen Gruppenseele zusammengeführte Individuen. Das Werk endet mit dem Jahr 1933. Auch die Menschen, »die guten Willens sind«, resignieren und ziehen sich aus der Gesellschaft zurück.
Die deutsche Übersetzung des Werks erscheint seit 1935.
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