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LEXIKON

Reservatinen

Reservate
vom 17. Jahrhundert an vom Staat eingerichtete, ausschließlich den Indianern vorbehaltene Wohn- und Jagdgebiete in Nordamerika (vereinzelt auch in Südamerika), in denen heute noch etwa 500 000 Indianer leben. Die meisten der von Stammesräten selbst verwalteten Reservationen (in den USA 278, in Kanada rund 2250) wurden Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichtet, um die letzten Indianer, die die Vernichtungsfeldzüge überlebt hatten, unter Kontrolle zu bringen und an neuen Aufständen zu hindern. Schlechte wirtschaftliche Verhältnisse (schlechter Boden, wenig Arbeitsmöglichkeiten) und Isolation haben in der Vergangenheit häufig zu Resignation und Anpassung geführt. Durch Rückbesinnung auf die traditionellen Kulturformen und durch Maßnahmen zur Förderung der wirtschaftlichen Autonomie wächst heute in den Reservationen ein neues indianisches Selbstbewusstsein. Reservationen wurden auch in Australien für die Aborigines eingerichtet.
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