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LEXIKON

Rädertiere

Rotatorien; Rotatoria
Rädertiere
Rädertiere
Rädertiere können sich mit Hilfe ihres mit Klebdrüsen versehenen »Fußes« am Untergrund festheften.
mit typischem Strudelorgan versehene Klasse 0,20,4 mm großer Hohlwürmer, Nemathelminthes, die meist im Süßwasser leben. Die rund 1500 Arten bewohnen hauptsächlich die pflanzenreichen Uferregionen, einige Arten festsitzend, die meisten frei schwimmend. Mit dem Räderorgan am Körpervorderende, einem Wimpernkranz, der durch die Art der Bewegung der Einzelwimpern eine Rotation des gesamten Wimperkranzes vortäuscht, bewegen sich die Rädertiere fort und strudeln Nahrungspartikel herbei, die sie mit ihrem kräftigen Kaumagen (Mastax) am Vorderteil des Darms zerkleinern. Die Vermehrung erfolgt im Sommer durch Jungfernzeugung (Parthenogenese), bei der die Sommer- oder Subitaneier entstehen, aus denen im Herbst auch Männchen ausschlüpfen. Sie begatten die Weibchen, und es entstehen Dauereier, die die härteren Klimabedingungen gut überstehen, die Erhaltung der Art sichern und aus denen im Frühjahr eine neue Weibchengeneration ausschlüpft. Bei den Rädertieren findet sich die Erscheinung der Zellkonstanz, d. h. die ausgewachsenen Tiere einer Art sind stets aus der gleichen Anzahl Zellen aufgebaut.
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