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LEXIKON

Friedrich Wilhelm

der Große Kurfürst
Kurfürst von Brandenburg 16401688, * 16. 2. 1620 Berlin,  9. 5. 1688 Potsdam; erlangte im Westfälischen Frieden die territorialen Voraussetzungen für den Aufstieg Brandenburgs; der Friede von Oliva (1660) bestätigte ihm die im Nordischen Krieg erworbene Souveränität über das Herzogtum Preußen. Im Reichskrieg gegen Ludwig XIV. von Frankreich siegte er am 28. 6. 1675 bei Fehrbellin über die mit Frankreich verbündeten Schweden und vertrieb sie aus Vorpommern und Preußen, musste aber später auf Vorpommern verzichten.
Innenpolitisch setzte er gegen den Widerstand der Stände die landesherrliche Steuerhoheit durch, schuf ein kleines stehendes Heer und Ansätze einer absolutistischen Verwaltung. Er betrieb merkantilistische Wirtschaftspolitik. Seine Religionspolitik zielte auf Kirchenfrieden zwischen den Lutheranern und der reformierten Minderheit, der er selbst angehörte. Durch das Potsdamer Edikt (1685) gab er rund 15 000 Hugenotten Heimat in Brandenburg und bewirkte dadurch einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung seines Landes.
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