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LEXIKON

Common Rail System

[ˈkɔmən ˈrɛil sistəm; englisch, gemeinsame Kraftstoffleitung]
ab 1997 eingeführtes Dieseleinspritzsystem für Pkw und Lkw. Im Unterschied zu herkömmlichen Dieselmotoren mit Direkteinspritzung wird der Kraftstoff nicht in separaten Leitungen zu jedem Zylinder geführt, sondern mit einer zentralen Ringleitung an die Einspritzdüsen verteilt, die zugleich als Druckspeicher dient. Außerdem erfolgt der Aufbau des Einspritzdrucks in der Kraftstoffpumpe unabhängig von der Einspritzfolge, so dass permanent ein hoher Druck von bis zu etwa 1350 bar zur Verfügung steht. Der Einspritzbeginn und die Kraftstoffmenge von Haupteinspritzung und vorgeschalteter Pilot-Einspritzung können von der elektronischen Motorsteuerung daher für jeden Brennraum einzeln bedarfsgerecht geregelt werden. Sinkender Verbrauch, optimierte Emissionswerte und höhere Laufruhe sind das Ergebnis der Common-Rail-Technik.
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