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LEXIKON

Beethoven

Wegbereiter der Romantik

Beethovens alle Gebiete der Musik umfassendes Schaffen lässt sich in 3 Perioden einteilen. Seine frühen Werke (17861800/1803) wie die Sinfonie Nr. 1 C-Dur und die Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“ standen in der klassischen Nachfolge Haydns und Mozarts. Spätestens ab 1803 wurde Beethovens eigener Stil hörbar, der Werke von tiefer Empfindung hervorbrachte und in seiner Intensität bereits auf die Romantik hinweist. Neben der 2. bis 8. Sinfonie (Nr. 5 c-Moll „Schicksalssinfonie“; Nr. 6. F-Dur „Pastorale“) entstanden die Streichquartette op. 59, das Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, das Violinkonzert D-Dur, Klavier- und Violinsonaten (Nr. 9 „Kreutzer-Sonate“), das Tripelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello sowie das Oratorium „Christus am Ölberg“, die Oper „Fidelio“ und der Liederkreis „An die ferne Geliebte“. Die letzte Schaffensperiode führte zwischen 1814 und 1818 zunächst zu einem krankheitsbedingten Stillstand. Danach schuf er noch einmal Meisterwerke wie die „Missa solemnis“, die 9. Sinfonie oder die Klaviersonate Nr. 29 („Hammerklavier“). Dieses Spätwerk ist vor allem durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Fugentechnik J. S. Bachs gekennzeichnet, die er u. a. im Streichquartett Nr. 13 und der „Großen Fuge B-Dur“ zu kunstvoll-kühnen Tonschöpfungen verarbeitete, die teilweise so zukunftsweisend und komplex waren, dass sie bis ins 20. Jahrhundert hinein mit Rezeptionsschwierigkeiten zu kämpfen hatten.
  1. Einleitung
  2. Vom Rhein an die Donau
  3. „Volksreden an die Menschheit“
  4. Wegbereiter der Romantik
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