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LEXIKON

Baden

ehemaliges südwestdeutsches Land am Rhein, 15 069 km2, (1939) 2,5 Mio. Einwohner, alte Hauptstadt Karlsruhe. 1945 wurde Baden geteilt: Der Norden (heute im Wesentlichen der Regierungsbezirk Karlsruhe) kam zum Land Württemberg-Baden; der Süden (heute im wesentlichen der Regierungsbezirk Freiburg) bildete ein neues Land Baden, das 1952 mit Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zum Bundesland Baden-Württemberg vereinigt wurde.

Geschichte

Seit dem 12. Jahrhundert war Baden Markgrafschaft unter den Zähringern. 15351771 Teilung in die Markgrafschaften Baden-Baden (katholisch geblieben) und Baden-Durlach (evangelisch). Markgraf Ludwig-Wilhelm von Baden-Baden (16771707) machte Rastatt zu seiner Residenz, Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach (* 1679,  1738) das 1715 erbaute Karlsruhe. Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden, wurde 1803 Kurfürst und nach bedeutenden Gebietserwerbungen (Heidelberg, Mannheim, Breisgau, Baar, Konstanz u. a.) 1806 Großherzog. Neben Verwaltung und Wirtschaft wurden die Universitäten Heidelberg und Freiburg gefördert. 1818 liberale Verfassung; 1848/49 Aufstände (Verkündigung der Republik durch F. Hecker und G. von Struve), die durch preußische Truppen unterdrückt wurden; 1866 auf österreichischer Seite, 1870 Beitritt zum Norddeutschen Bund, 1918 Freistaat. 1945 wurde Südbaden zur französischen, Nordbaden zur amerikanischen Besatzungszone geschlagen.
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