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Empathie: Das Geheimnis des Mit-Leidens

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Wer weniger Schmerzen hat, hat auch weniger Mitleid

Interessanterweise hängt unser Mitfühlen mit dem Leid des anderen stark davon ab, wie schmerzempfindlich wir selbst sind. Dafür kann sogar schon ein Schmerzmittel reichen, wie kürzlich eine Studie enthüllte. Darin bekamen einige Versuchspersonen ein Schmerzmittel, andere nicht. Anschließend wurde ihre Hand durch leichte Stromschläge gereizt. Hinterher sahen sie ein Video, in dem jemand mit schmerzverzerrtem Gesicht offenbar gerade die gleiche Pein erlitt.

Es zeigte sich: Diejenigen, deren eigenes Schmerzempfinden betäubt war, hielten auch das Leid des Menschen im Video für nicht so schlimm. Dieser Trend zu weniger Empathie zeigte sich auch in ihrem Gehirn: Die beiden Areale in der Hirnrinde, die sowohl für Schmerz als auch für mitgefühlte Schmerzen zuständig sind, reagierten bei ihnen schwächer. Auch das zeigt, wie eng eigenes Empfinden, die Reaktion der Spiegelneuronen und die Empathie miteinander verknüpft sind.

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