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Einfach mal abheben 

Paragliding-Schnupperkurs

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Zum Beispiel bei der Hessischen Gleitschirmschule. Auf den Hängen rund um Ronneburg im Main-Kinzig-Kreis legen die bunten Vögel regelmäßig die Schirme aus und führen Anfänger in die Geheimnisse des lautlosen Fliegens ein. Ausprobieren kann man das ja mal, dachte ich, und so stand ich eines Tages auf der großen Wiese unterhalb der alten Raubritterburg in das Gurtzeug geschnallte und mit den „richtigen“ Leinen in den feuchten Händen. „Und jetzt einfach loslaufen“, ermunterte mich einer der Fluglehrer. Ich zog an den Leinen, der Schirm wölbte sich  - oh Wunder – über mir und ich begann in meinen Wanderschuhen die Wiese herunter zu stapfen. Aber weit kam ich bei diesem ersten Flugversuch ehrlich gesagt nicht. Und von Fliegen konnte auch keine Rede sein. Der Schirm machte, was er wollte, zog und zerrte an mir in meinem Gurtzeug. Die Lauferei war mühsam und endet bald in einer Bruchlandung.

Also alles wieder zusammenraffen und wieder hinauf zum Startpunkt. Der Schweiß rann bereits in die Augen, die Hitze unter dem Helm war nahezu unerträglich. Aber Sicherheit geht schließlich vor. Oben wartet schon Karl. Mit ihm teilte ich mir den Schirm. Karl war damals schon 70, ein rüstige Mann. Er habe beschlossen vom Drachenfliegen auf das Paragliding umzusteigen, hatte er mir erzählt. Aha, schon ein Routinier in Sachen Fliegen, dachte ich mir. Aber Karl war mindesten so aufgeregt wie ich. Wir sortierten die Leinen. Alles war verheddert. A-Leine, B-Leine, C. und D-Leine jeweils rechts und links. Und dann gibt es noch die Steuerleinen. Nichts für Ungeduldige. Gurtzeug an, Leinen einhängen, Karabiner schließen, Helm auf und natürlich alles noch einmal überprüfen – Sicherheitscheck, schließlich sind wir Piloten und in der Luft darf kein Risiko eingegangen werden.

Der zweite Versuch

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von Iris Hilberth, wissen.de
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