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Das Hirn auf Trab bringen: Tipps, um die grauen Zellen im Alter zu fördern und zu fordern

Wer rastet, der rostet. Das gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Vor allem im Alter ist es wichtig die kleinen grauen Zellen im Kopf auf Trab zu halten. Das hilft nicht nur die Gehirnfunktionen beizubehalten und zu trainieren, sondern kann auch präventiv gegen Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer wirken. Leider lässt sich der Prozess nicht komplett aufhalten, aber dennoch hinauszögern. Wir haben die besten Tipps gesammelt, wie man mit ein wenig Übung sein Hirn auf Trab halten kann.

Symbolbild Hirntätigkeit
Gerade im Alter ist es wichtig, das Gehirn zu trainieren, um geistig fit zu bleiben

Training des Gehirns

Es ist vor allem im Alter wichtig, das Gehirn zu trainieren, um geistig einfach fit zu bleiben, und um Krankheiten, wie etwa eine Demenz abzuwenden. Vor allem das lebenslange Lernen kann immer wieder andere Gehirnregionen miteinander vernetzen. Dabei geht es darum, neue Herausforderungen zu meistern, um das Gehirn zu stimulieren. Außerdem werden im Gehirn durch das Lernen ständig Nervenzellen und Verknüpfungen erschaffen. Es genügen bereits einige Minuten am Tag.

Rätseln und Knobeln

Sudoku, Bilder- oder Kreuzworträtsel helfen dabei, um die Ecke zu denken. Insbesondere das Kreuzworträtseln hilft dabei den Wortschatz zu erweitern. Natürlich ist es dabei auch möglich, sich etwas Hilfe dazu zu nehmen. Wenn man beispielweise nicht auf das gefragte Wort kommt, findet man beispielsweise unter kreuzwortraetsellexikon.de passende Hilfestellungen.

Solche und andere Knobeleien haben gemeinsam, dass man auf ein schnelles Denken angewiesen ist. Bei Sudoku kommt zudem noch ein logischer Aspekt hinzu. Wer sich regelmäßig mit solchen Rätseln beschäftigt, ist, was das Training des Gehirns angeht, auf einem guten Weg. Sie sorgen dafür, dass der geistige Verfall, der mit zunehmendem Alter kommt, langsamer vonstatten geht.

Genauer gesagt, geht es nicht langsamer, sondern es dauert länger, da man von einem höheren Level aus startet, wenn man den Geist regelmäßig fordert. Ähnlich wie beim Abbau von Muskelmasse.

Videospiele vernetzen den Körper und das Hirn miteinander

Videospiele müssen nicht unbedingt nur etwas für die jüngere Generation sein. Auch ältere Menschen können vom Gaming profitieren. Bei dem Spielen wird die Hand-Augen-Koordination geschult. Zudem wird die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Dabei müssen es nicht einmal komplizierte Spiele und schon gar keine Shooter sein. Mittlerweile gibt es auch für die ältere Generation sogenannte Gehirn-Jogging-Spiele, die entsprechend gestaltet sind. Zudem konnte eine Studie aus dem Jahr 2017 belegen, dass Videospiele eine Reihe kognitiver Vorteile haben können. 

Eine neue Sprache lernen

Neue Wörter, neue Grammatik – Eine neue Sprache kann das Gehirn ganz schön auf Touren bringen. Es ist zwar nicht immer einfach, allerdings ist es die Herausforderung, die das Hirn liebt und bei der er sich am besten weiterbilden kann. Die Effekte des Sprachenlernens sind ziemlich komplex, sie haben einen tiefgreifenden Einfluss auf neurologische Strukturen und Prozesse. Schon Kinder profitieren von einer frühen Mehrsprachigkeit. Außerdem kann das Lernen einer neuen Sprache ebenfalls vor Demenzerkrankungen schützen.

Musik machen

Das Lernen eines Instruments vereint gleich mehrere Vorteile. Zum einen wird, ähnlich wie beim Spielen von Videospielen, die Hand-Augen-Koordination gefördert. Zudem wird die Konzentration gesteigert und Demenz vorgebeugt. Wer sich zwar für Musik interessiert, allerdings nicht gleich ein Instrument lernen möchte, kann sich möglicherweise für Tanz begeistern. Das Tanzen spricht nicht nur das Hirn an, sondern trainiert auch die körperliche Fitness.

Aus Gewohnheiten ausbrechen

Wenn das Leben zu monoton wird, hat das Gehirn weniger zu tun. Es schleicht sich dann in den grauen Zellen ein gewisser Trott ein. Leider kommt das im Alter jedoch häufiger vor. Hier gilt es die Gewohnheiten zu durchbrechen und einfach kleinere Dinge im Alltag zu verändern. Vielleicht kann beim nächsten Spaziergang ein anderer Weg gewählt werden. So geht man automatisch aufmerksamer und wacher durch den Alltag.

Austausch mit sozialen Kontakten

Der Mensch ist ein soziales Wesen und er ist deshalb auf seine sozialen Kontakte angewiesen. Das Gehirn ist sogar am aktivsten, wenn es sich mit anderen Menschen austauschen kann. Es muss nämlich zuhören und zudem noch auf das Gesagte reagieren, was eine besonders große Aufgabe ist. Reden und Zuhören mit Freunden, Familie oder den Nachbarn – Ein gutes Training fürs Hirn.

Handschrift statt Tippen, um das Hirn anzuregen

Wir schreiben heutzutage fast ausschließlich mit dem Computer oder mit dem Smartphone. Das fordert das Gehirn jedoch weitaus weniger als das Schreiben von Hand mit Zettel und Stift. Wie wäre es also mit einer Brieffreundschaft?! Wem das zu arbeitsintensiv ist, kann vielleicht einfach den nächsten Einkaufszettel von Hand schreiben.

Regelmäßige Bewegung

Auch Bewegung und Sport können förderlich für das Gehirn sein. Durch einen Spaziergang oder einen Dauerlauf an der frischen Luft, wird das Hirn ordentlich mit Sauerstoff versorgt. Das hilft wiederum beim Denken und bringt einen regelrechten Energieschub für das Köpfchen. Zudem dient die Bewegung der Prävention von Demenz. Dabei ist es nicht wichtig, wie viel Sport gemacht wird, sondern dass sich überhaupt bewegt wird. Eine halbe Stunde pro Tag sollten bereits ausreichend Bewegung sein. Dabei wird zusätzlich das Immunsystem angeregt und gestärkt. Vor allem in der Sonne. Grund hierfür ist Vitamin D. Das wird nämlich im Körper produziert, sobald UV-Strahlen auf die Haut treffen. Es stärkt die Abwehrkräfte und sorgt für gute Laune, was beim Lernen helfen kann. Grund genug, den Körper regelmäßig zu trainieren, egal in welchem Alter. Ideal ist es natürlich, wenn Körper und Geist gleichzeitig gefordert sind.

Essen fürs Gehirn

Gesunde Ernährung ist ebenfalls nicht nur gut für den Körper, sondern auch für den Geist. Das Gehirn ist ein wahrer Kalorienverbrenner. Rund 30 Prozent der Energie, die wir pro Tag in Form von Nahrung zu uns nehmen, wird für das Gehirn verwendet. Deshalb ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig.

Für eine ausgewogene Kost kann man sich an den zehn Regeln der deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Wichtig sind dabei vor allem Obst und Gemüse. Für die nötige Energie sollten dann Vollkornprodukte oder Kartoffeln sorgen. Tierische Produkte sollten den Speiseplan ergänzen, jedoch in Maßen. Fleisch, Fisch und Geflügel sollten lediglich die Ausnahme bleiben.

Außerdem ist es wichtig für das Gehirn, den Wasserhaushalt stets im Gleichgewicht zu halten. Etwa 30 bis 40 Milliliter je Kilogramm Körpergewicht sollten pro Tag getrunken werden. Bei Bewegung oder hohen Temperaturen entsprechend mehr. Andererseits sollte auf Genussmittel, wie Alkohol und Zigaretten, möglichst verzichtet werden.

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