wissen.de
You voted 4. Total votes: 112
wissen.de Artikel

Bärlauch: Frühling auf dem Teller

...

Tausendsassa in der Küche

Die frischen Blätter aus dem Wald, dem Garten oder der Gemüsetheke eignen sich hervorragend zur Zubereitung von Suppen und Salaten oder als Zutat für Quiches, Soßen oder Kräuterbutter. Auch die Zwiebeln und Blüten des Bärlauchs sind essbar. Letztere machen sich zum Beispiel gut als hübscher Blickfang auf einem Salat.

Prinzipiell sind beim Kochen mit Bärlauch der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Vor dem Zubereiten sollte der Bärlauch jedoch stets gründlich gewaschen und die harten Stiele entfernt werden. Bei warmen Gerichten gilt: Der Bärlauch kommt zum Schluss und sollte nicht zu stark erhitzt werden. Nur so behält er sein Aroma. Wer nach dem Kochen noch Blätter übrig hat, kann diese noch etwa ein bis zwei Tage im Kühlschrank lagern oder sie portionsweise einfrieren. Auch in Form von Pesto oder eingelegt in Öl hält sich Bärlauch einige Zeit lang.

Bärlauch-Pesto
Bärlauch läßt sich zu prima Pesto verarbeiten und kann so mehrere Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Gesunder Genuss

Übrigens ist Bärlauch nicht nur ein Tausendsassa in der Küche – auch als vielfältig einsetzbare Heilpflanze hat er eine lange Tradition. Schon die alten Germanen schätzten den Verwandten des Knoblauchs angeblich als Kraut, das nach dem Winter die Müdigkeit austreibt und neue Kräfte verleiht. Und seinen Namen hat der Bärlauch einer Legende nach daher, dass er das Erste war, was Bären nach dem Winterschlaf einst zur Stärkung fraßen.

Mediziner schreiben heute insbesondere den zahlreichen Schwefelverbindungen in den Blättern gesundheitsfördernde Wirkungen zu. Sie sollen unter anderem die Verdauung anregen, den Blutdruck senken, Arterienverkalkungen vorbeugen und entzündungshemmend wirken. Außerdem enthält das Frühlingskraut neben Eisen, Magnesium und Mangan reichlich Vitamin C.

DAL, 06.05.2016
You voted 4. Total votes: 112