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Einführung

Zugvögel - unsere Heimkehrer

Jedes Jahr machen sich die Zugvögel auf in wärmere Gefilde, um dann pünktlich wieder heimzukehren, wenn auch hierzulande die freundliche und vor allem warme Jahreszeit wieder Einzug hält. Die Zugvögel leben einen Traum, den so mancher von uns hegt: Wenn es es hier grau und kalt und ungemütlich wird, dann möchte man seine sieben Sachen packen und ins Feriendomizil an der Costa Brava reisen, den Winter über ruhen und neue Kräfte sammeln - und dann zum Frühling zurück nach Hause fliegen und gutgelaunt die bunte Jahreszeit begrüßen. Was für uns Menschen an einen Lotto-Gewinn gekoppelt wäre, ist der natürliche Lebensrhythmus der Zugvögel. Für den Fortbestand der Art pendeln Zugvögel zwischen Brutplätzen und Winterquartieren und nehmen weite Strecken auf sich, die je nach Art und Lebensraum den Veränderungen der Nahrungsgebiete angepasst sind. Und ihre Reise ist weitaus beschwerlicher als unser Platz in der Economy Class. Die Zugvögel müssen mit ihrer Energie sehr gut haushalten, da sie nicht nur Tausende von Kilometern bewältigen, sondern mitunter auch mächtige Gebirge überqueren müssen.

Aber nicht nur Zugvögel begeben sich regelmäßig auf Wanderschaft. Es gibt auch noch andere Weitstrecken-Experten, die dem Club der tierischen Nomaden angehören, zum Beispiel eine Schildkrötenart, die in ihrem Leben unzählige Kilometer zurücklegt. Und auch die Wasserwelt hat ihre "Wandervögel" wie etwa den Flussaal. Wo es lang geht, hat ihnen allerdings niemand gesagt. Oder vielleicht doch? Die Tierwelt steckt voller Geheimnisse und Talente. Wir menschlichen Zugvögel können darüber nur staunen, während wir uns Hilfe im Reisebüro oder im Internet suchen, um eine geeignete Route in den Sommerurlaub zu finden ...

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