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Zuckerfrei durch die Weihnachtzeit

Das sind die Alternativen

Adventskalender
Der Adventskalender-Klassiker lüftet hinter den 24 Türchen ein meist zuckriges Geheimnis. Ein Schokoladen-Adventskalender beinhaltet im Schnitt 50 Prozent Zucker. Selbstgemachte Alternative können komplett zuckerfrei sein. Wem dies zu viel Arbeit ist, der findet mittlerweile im Handel sogar Adventskalender für Autofans und für Experimentierfreudige.

Pünktlich vor Weihnachten 2018 haben drei Verfechter von gesundem Essen – die Deutsche Diabetes Gesellschaft, die Deutsche Adipositas Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – eine Faustregel zum Zuckerkonsum veröffentlicht: Demnach soll die Maximalzufuhr von freiem Zucker sich täglich auf zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr beschränken. Was so abstrakt klingt, wird mit realen Zahlen doch recht einleuchtend. Liegt also die Gesamtenergiezufuhr eines Menschen bei 2000 Kilokalorien am Tag, sind 50 Gramm freier Zucker am Tag erlaubt.

Die Realität sieht jedoch anders aus, erklären die Ernährungsexperten. Frauen liegen mit ihrem Zuckerkonsum im Durchschnitt bei 14 Prozent, Männer bei 13 Prozent und Kinder und Jugendliche sogar bei 17,5 Prozent. Statistiken darüber, dass der Zuckerkonsum von Kindern speziell am Wochenende steigt, gibt es. Was fehlt, ist jedoch der Zahlenbeweis dessen, was jeder auf den ersten Blick sieht: Gerade in der Advents- und Vorweihnachtszeit wird jede Menge Zucker genascht. Welche Alternativen es gibt, zeigt dieser Beitrag.

Ohne Zucker die Wartezeit überbrücken: Zuckerfreie Adventskalender

Die Klassiker der Adventskalender sind wahre Zuckerbomben. Der Adventskalender, der viele Naschereien der beliebten Schokoladenmarke Kinder enthält, zeigt diese Werte im Produktpass: Je 100 Gramm ist 53,5 Gramm Zucker enthalten. Auch der Ritter SPORT Adventskalender kommt auf über 50 Prozent Zuckeranteil; der Adventskalender von Milka liegt genau bei 50 Prozent und die Gummibärchen-Variante von Haribo weißt 51 Gramm Zucker pro 100 Gramm aus. Doch welche Alternativen gibt es?

  • Die zuckerfreie Alternative für Kinder gibt’s von Spielzeugherstellern wie Playmobil oder Lego sowie mit Hot Wheels Flitzern oder Benjamin Blümchen.
  • Auch der Adventskalender Marke Eigenbau, der mit kleinen Präsenten aus den Themenbereichen Schule oder Freizeit befüllt werden kann, wird von Eltern weitestgehend zuckerfrei gehalten. Stifte, Radiergummis oder Pixi-Büchlein passen gut in den Do-it-yourself-Adventskalender.
  • Adventskalender für größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt es ebenfalls fix und fertig im Handel. Statt jeder Menge zuckerhaltigen Naschereien verbergen sich bei diesen Adventskalendern beispielsweise Einzelteile eines Modellautos hinter den 24 Türchen. Besonders beliebt sind der Porsche 911, der VW Bulli T1, Oldtimer-Traktoren oder die G-Klasse von Mercedes-Benz. Darüber hinaus gibt es Kalender, die die Experimentierfreude schüren und 24 Versuche aus den Themenbereichen Biologie, Chemie, Physik und Elektronik aufgreifen. Auch spezielle Adventskalender-Varianten für Frauen, Männer, Fotografen und über andere Themenbereiche sind mittlerweile beliebte Zucker-Alternative.

Zimtplätzchen
Zimtsterne sind der Weihnachtsklassiker schlechthin: Im Original kommen Zimtsterne auf 48 Gramm Kohlenhydrate; die Low Carb Variante zaubert Zimt-Leckereien mit acht Gramm Kohlenhydraten.
Plätzchen naschen ohne Zucker? Das geht!

Kaum zu glauben, aber dennoch möglich: Es gibt auch aus dem Reich der eigentlich süßen Naschereien eine Vielzahl an Rezepten, die es den figurbewussten Menschen ermöglichen, ohne übermäßigen Zuckerschock die Weihnachtszeit zu schmecken.

Wer Zimtsterne kalorienärmer gestalten möchte, kann auf Eier und Mandeln verzichten, Dinkel- anstatt Weizenmehl nehmen und dann zumindest etwas „leichter“ genießen. Auch Vanille-Kipferl können deutlich gesünder gebacken werden, wenn sie ohne Weizenmehl, dafür aber mit Buchweizen- und Vollkornmehl sowie gemahlenen Haselnüssen gefertigt werden. Obgleich diese Beispielrezepte vor allem Kalorien sparen und ganz bewusst auf Lebensmittel setzen, die den Blutzuckerspiegel (im Gegensatz zum Zucker) nur langsam ansteigen lassen, fallen diese Naschereien noch längst nicht in die Kategorie der „zuckerfreien“ Plätzchen. Diese gibt es allerdings dennoch.

Sina Herrmann beispielsweise setzt auf Sucralose, Erythritol, Stevia oder Xylit als Zucker-Alternative und zaubert daraus leckere Alternativen zu den Plätzchenklassikern:

  • Ihre Spitzbuben haben acht Gramm Kohlenhydrate anstatt 57.
  • Auch ihr Spritzgebäck und ihre Zimtsterne kommen gerade mal auf acht Gramm Kohlenhydrate anstatt auf 47 oder 48 Gramm wie bei regulären Rezepten.
  • Nach wie vor eine kleine Sünde für die Anhänger der Low Carb-Ernährungsweise, allerdings aber in jedem Fall zuckerärmer als andere Plätzchen sind Schokokekse mit Rum (24 Gramm statt 50 Gramm Kohlenhydrate), Orangen-Kichererbsenkekse (23 Gramm statt 50 Gramm) und Haferflockenkekse (22 Gramm statt 56 Gramm).

Glühwein
Fertiger Glühwein aus dem Handel ist oft sehr zuckerhaltig. Wer Punsch oder Glühwein selbst braut, der hat nicht nur den Zuckergehalt, sondern auch die Stärke der alkoholischen Variante selbst in der Hand.
Ohne Punsch durch die Weihnachtszeit!? Do-it-yourself geht’s zuckerfrei

Ein heißer Punsch gehört ebenso in die Vorweihnachtszeit wie Adventskalender und Plätzchen. Das Problem an diesem Wunsch ist nur, dass in fertigem Punsch, den es flaschenweise im Laden zu kaufen gibt, vor allem eines beinhaltet ist: Zucker. Die nach wie vor süße, aber zuckerfreie Alternative bietet beispielsweise dieses Rezept:

  • 200 Milliliter Hibiskus- oder Malventee
  • 100 Milliliter Traubensaft
  • 100 Milliliter Apfelsaft
  • 25 Gramm Zuckerersatz
  • 2 Teelöffel Glühweingewürz
  • 1 Scheibe Orange

Dieser Punsch ist schnell gemacht und enthält außer der Süße der Fruchtsäfte, die natürlich ohne Zuckerzusatz sein sollten, keinen klassischen Zucker. Wer statt Punsch Glühwein kreieren möchte, tauscht den Traubensaft gegen Rotwein und den Apfelsaft gegen Apfelwein. Die Stärke  dieses zuckerfreien Glühweins hängt dann davon ab, wie lange die flüssigen Zutaten auf dem Herd köcheln bevor der Glühwein zum Verzehr gereicht wird.

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