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Zuckerfest: Das große Fastenbrechen nach dem Ramadan

Endlich ist es soweit: Der Ramadan, der lange Fastenmonat ist vorbei. Ab dem 7. Juli 2016 dürfen auch gläubige Muslime wieder essen und trinken, wann sie wollen. Gefeiert wird das Ende des Ramadan traditionell mit einem mehrtägigen Fest, dem "Fest des Fastenbrechens", im Türkischen auch "Zuckerfest" genannt. Geprägt sind diese Festtage durch gegenseitige Besuche, das Festgebet zum Ende des Ramadan und ausgiebiges Schmausen im Kreis von Familie und Freunden.

Zum Ramadanfest gibt es Süßigkeiten satt
Baklava

Zum Ramadanfest gibt es Süßigkeiten satt

Das Fest des Fastenbrechens ist nach dem Opferfest, das zum Gedenken an Abraham gefeiert wird, das zweitwichtigste Fest des Islam. Muslime danken mit diesem Fest Gott dafür, dass sie die Kraft und die Ausdauer gefunden haben, die religiöse Pflicht des Fastens zu erfüllen. Für mögliche Verstöße gegen das Fastengebot bitten sie um Vergebung. Eigentlich ist dieses Fest daher ein Anlass zur Freude und zum Feiern. Für Muslime in Syrien, dem Irak und in anderen umkämpften Gebieten ist das Fest jedoch seit einigen Jahren überschattet von Krieg und religiösen und territorialen Konflikten. Auch im Gazastreifen feiern viele Muslime das Fest unter wenig glücklichen Bedingungen.

Parallelen zu christlichen Festen

In vielen seiner Bräuche aber ist das Ramadanfest dem christlichen Weihnachtsfest erstaunlich ähnlich - auch wenn die religiöse Bedeutung natürlich eine ganz andere ist. Auch das Fest des Fastenbrechens folgt einer Zeit der Einkehr und der Besinnung und wie an Weihnachten spielen auch bei ihm das Feiern in der Familie, das Beschenken der Kinder und natürlich typische Süßigkeiten und festliches Tafeln eine wichtige Rolle.

In islamischen Ländern ist während des Fests des Fastenbrechens offiziell schulfrei und arbeitsfrei. In Deutschland gibt es ja nach Bundesland und Unternehmen verschiedenen Regelungen. In Hamburg und Rheinland-Pfalz beispielsweise können muslimische Kinder am ersten Tag des Zuckerfests auf Wunsch von der Schule beurlaubt werden. In einigen Unternehmen gibt es ähnliche Regelungen.

Planen, putzen und präparieren

Schon vor dem Ende des Ramadan laufen die Vorbereitungen für die Festtage: Besuche werden geplant, Festkleider werden zurechtgelegt und besondere Speisen und Süßigkeiten werden eingekauft oder selbst zubereitet. In Südostasien reisen viele Muslime für diese Festtage zudem nach Hause zu ihren Familien, es kommt dort dann regelmäßig zu Staus und Verkehrschaos. Ähnlich wie bei christlichen Feiertagen auch, sorgt zudem ein Großputz dafür, dass Wohnung und Haus für Besuch und Festlichkeiten sauber und ordentlich sind.

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