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Zinsen auf Kryptowährungen

Kryptowährungen sind heutzutage nicht mehr nur eine interessante Anlageoptionen, sondern sie werfen auch recht zuverlässig Zinsen ab. Gerade angesichts der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt sind sie somit oft lukrativer als klassische Anlageoptionen. Wer mit Kryptowährungen Zinsen erwirtschaften möchte, muss jedoch verschiedene Aspekte berücksichtigen. Welche das sind und warum Zinsen auf Kryptowährungen immer populärer werden, erklärt dieser Artikel.

Symbolbild Bitcoins
Zinsen auf Kryptowährungen sind mittlerweile recht lukrativ.

Kryptowährungen nicht nur in den Wallets liegenlassen

Bisher war es üblich, Kryptowährungen in den Digital Wallets liegen zu lassen oder sie zu investieren. Heute gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit, mit ihnen Zinsen zu erwirtschaften. Es ist nicht empfehlenswert, die Währung nur auf dem Konto liegen zu lassen. So besteht nur dadurch die Möglichkeit, Gewinne zu erwirtschaften, indem der Kurs der jeweiligen Währung steigt. Ebenso ist es jedoch möglich, dass Kurseinbrüche stattfinden, sodass das Geld verlorengeht.

Interessanter ist es, das Geld für sich arbeiten zu lassen und hierdurch Gewinne zu generieren. Gerade angesichts der Niedrigzinspolitik der EZB gewinnen Kryptowährungen zur Erwirtschaftung von Zinsen immer mehr an Bedeutung. Die Zinsen am Markt sind so niedrig, dass Spareinlagen oder Tagesgeld quasi keine Renditen mehr abwerfen. Bei Kryptowährungen sind hingegen recht hohe Zinsen möglich, die deutlich über den aktuellen Bankzinsen liegen.

Als Leihgeber fungieren

Eine Möglichkeit, um Zinsen mit Kryptowährungen zu erwirtschaften, besteht darin, als Leihgeber zu fungieren. Wer Kryptowährungen besitzt, kann diese einer bestimmten Plattform zur Verfügung stellen. Diese hat dann die Möglichkeit, die Kryptowährungen als Kredit weiterzugeben. Die Kreditnehmer müssen die Kreditsumme nebst Zinsen zurückzahlen und die Plattform gibt einen Teil der Zinsen an den Leihgeber weiter.

In diesem Zusammenhang funktionieren Kryptowährungen ähnlich wie Geld in klassischen Bankgeschäften. Die Kreditnehmer müssen eine Sicherung hinterlegen, um den Kredit zu bekommen. Nachdem der Kredit zurückgezahlt wurde, bekommen sie ihre Sicherheiten zurück. Die Leihgeber können sich in der Regel entscheiden, ob sie die Zinsen in Form von Kryptowährungen bekommen oder sich als tatsächliches Geld auszahlen lassen.

Symbolbild Kryptowährungen
Auf zentralisierten Plattformen ist das Anlegen von Kryptowährungen recht sicher.

So arbeiten zentralisierte Plattformen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Zinsen mit Kryptowährungen zu verdienen. Eine Variante besteht darin, mit zentralisierten Plattformen zusammenzuarbeiten. Diese bringen den Vorteil mit sich, dass sie einfach strukturiert sind und von nahezu jedem bedient werden können. Die Arbeitsweise zentralisierter Plattformen ähnelt denen klassischer Banken. So bekommen Geldgeber beispielsweise einen festen Zinssatz, der in der Regel über den von dezentralisierten Plattformen liegt.

Aufgrund dieser Tatsache sind zentralisierte Plattformen vorhersehbar und die zu erwartenden Gewinne planbar. Außerdem gibt es bei solchen Anbietern in der Regel einen konkreten Ansprechpartner. Sollte es zu Fragen oder Problemen kommen, können sich die Geldgeber an diesen wenden und bekommen Hilfe. Zu beachten ist jedoch, dass bei zentralisierten Plattformen eine Verifikation erforderlich ist.

Die Zusammenarbeit mit dezentralisierten Plattformen

Dezentralisierte Plattformen stellen den Gegenpol zu den zentralisierten Anbietern dar. Der Vorteil bei diesem Vorgehen besteht darin, dass die Kryptowährung in der eigenen Digital Wallet verbleibt und nicht an den Anbieter weitergegeben wird. Des Weiteren müssen keine Plattformgebühren bezahlt werden und eine Verifizierung ist nicht nötig.

Grundsätzlich haben alle Kapitalgeber die Möglichkeit, bei dezentralisierten Plattformen mitzumachen. Zu beachten ist, dass der Zinssatz bei dieser Variante variabel ist. So besteht zwar die Möglichkeit, höhere Gewinne zu erwirtschaften, wenn die Zinsen steigen, allerdings können die Gewinne auch deutlich niedriger ausfallen. Somit ist eine geringere Planbarkeit gegeben. Hinzu kommt, dass solche Plattformen oft ein gewisses Fachwissen voraussetzen und weniger einfach zu bedienen sind. So ist es hilfreich, sich mit der Blockchain-Technologie auszukennen und zu wissen, wie das Mining und Trading von Kryptowährungen funktioniert.

Wie hoch sind die Zinssätze bei Kryptowährungen?

Die Höhe der Zinsen hängt stark von der Plattform ab, mit der man zusammenarbeitet. Zentralisierte Anbieter stellen in der Regel Zinsen von 2% bis 6% in Aussicht. Insbesondere bei Bitcoin und Ethereum sind die Zinsen häufig recht hoch. Bei dezentralisierten Plattformen sind es vor allem die Stablecoins, die gute Zinsen abwerfen. Klassische Kryptowährungen bringen hingegen meist nur einen Zinssatz von einem Prozent. Trotzdem ist es sinnvoll, die verschiedenen Anbieter und Plattformen genau zu vergleichen. So lassen sich Unterschiede bei den Zinsen feststellen, die bei größeren Beträgen erhebliche Auswirkungen haben können. Neben den reinen Zinsen sollten aber noch weitere Faktoren wie die Zuverlässigkeit der Anbieter oder ihr Kundenservice Berücksichtigung finden.

Ausschließlich auf seriöse Plattformen vertrauen

Gerade bei zentralisierten Plattformen ist es entscheidend, auf seriöse Anbieter zu setzen. Immerhin verbleibt die Kryptowährung nicht im eigenen Besitz, sondern wird dem Anbieter zur Verwahrung gegeben. Bei dezentralisierten Varianten ist ein geringeres Vertrauen nötig, da das Geld in der eigenen Tasche verbleibt und keine Plattformgebühren anfallen. Trotzdem sollte auch hier darauf geachtet werden, dass der Anbieter seriös ist und beispielsweise hohe Sicherheitsstandards und einen zuverlässigen Datenschutz bietet.

Um das gewährleisten zu können, ist es erforderlich, einen umfassenden Anbietervergleich durchzuführen. Hierbei sollten viele verschiedene Kriterien wie der Kundenservice, die Onlineauftritte und die Eigendarstellung des jeweiligen Anbieters berücksichtigt werden. Außerdem helfen Erfahrungswerte anderer Nutzer dabei, einen Anbieter einzuschätzen. Vor allem mit den großen, etablierten Plattformen kann in der Regel ohne Bedenken zusammengearbeitet werden.

Fazit

Zinsen auf Kryptowährungen sind längst noch nicht so bekannt wie klassische Bankgeschäfte, sie erfreuen sich aber einer wachsenden Beliebtheit. Das liegt insbesondere daran, dass die Zinsen häufig deutlich über den Marktzinsen liegen, die bei klassischen Banken zu haben sind. Allerdings ist zu beachten, dass im Umgang mit Kryptowährungen immer gewisse Unsicherheitsfaktoren mitspielen. Deswegen ist es wichtig, sich in dem Bereich gut auszukennen, bevor einer Plattform Geld zur Verfügung gestellt wird. Wer diese Fachexpertise nicht mitbringt, sollte sich professionelle Hilfe an die Seite holen, um nichts falsch zu machen. Wer jedoch die Funktionsmechanismen der digitalen Welt kennt und die eigenen Kryptowährungen geschickt einsetzt, kann gute Zinsen erwirtschaften.

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