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Zimt, Nelken & Co: Gesunde Weihnachtsgewürze

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Sternanis
Wegen seiner schleimlösenden Eigenschaften ist Sternanis oft in Medikamenten gegen Husten- und Erkältungskrankheiten zu finden.
Sternanis

Der süßlich-würzige Duft von Sternanis erinnert an Lakritz, hat mit der Süßigkeit jedoch nichts zu tun. Das Gewürz wird nämlich nicht aus Süßholz hergestellt, sondern stammt von einer in Japan, China, und Vietnam heimischen Magnolienart. Bekannt ist Sternanis daher vor allem aus der asiatischen Küche. Es verfeinert in der Adventszeit aber auch Plätzchen und Baisers.

Die ätherischen Öle des Gewürzes wirken krampflösend und verdauungsfördernd. Außerdem haben sie einen entzündungshemmenden und schleimlösenden Effekt. Aus diesem Grund ist Sternanis häufig in Arzneimitteln gegen Husten- und Erkältungskrankheiten zu finden.

Weihnachtsgans
In Kombination mit den richtigen Beilagen und Gewürzen liegt die Weihnachtsgans nicht ganz so schwer im Magen.
Kümmel

Kümmel ist vielleicht kein klassisches Weihnachtsgewürz. Allerdings kommt es bei uns hauptsächlich in der deftigen Küche zum Einsatz, die vor allem in der kalten Jahreszeit gerne serviert wird: zum Beispiel Braten, Kartoffelgerichte oder Gemüse wie Kohl. Wer zum Gänsebraten ein gut mit Kümmel gewürztes Sauerkraut reicht, entzückt beim Feiertagsschmaus nicht nur die Geschmacksknospen ­– auch die Verdauungsorgane freuen sich.

Denn Kümmel regt unter anderem die Gallentätigkeit an und zeigt sich besonders bei Blähungen und Krämpfen wirkungsvoll. Die Pflanze wird daher bei Verdauungsstörungen verwendet, oft in Kombination mit Fenchel oder Anis. Dabei kommen hauptsächlich die Samen als Tee oder das ätherische Öl zum Einsatz. Ein Hauptbestandteil des Kümmelöls, das Carvon, wirkt außerdem antimikrobiell.

Vanilleplätzchen
Vanille ist – nicht nur in Plätzchen – das Lieblingsgewürz der Deutschen.
Vanille

Sie gilt als Königin unter den Gewürzen und betört uns in Plätzchen, Kuchen und Puddings: die Vanille. Die wertvollen Kapselfrüchte der Orchideen-Gattung Vanilla enthalten ein Mark aus Vanillin und zahlreichen anderen Aromen, an dessen Geschmack künstliches Vanille-Aroma bei weitem nicht heranreicht.

Echte Vanille hat eine lange Tradition als Heilmittel und wurde früher zur allgemeinen Kräftigung des Organismus eingesetzt. Schon die Indianer im alten Mexiko wussten zudem über eine weitere Eigenschaft der Vanille Bescheid: Sie rieben sich mit den Schoten ein, um ihre erotische Anziehungskraft zu erhöhen, denn die Vanille galt damals wie heute als aphrodisierend. Außerdem soll sie stimmungsaufhellend wirken – sicher belegt sind beide Effekte jedoch nicht.

DAL, 28.11.2016
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