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Yoga – Meditation oder Sport?

Einmal biegen, falten und strecken, bitte!

Behauptet hier immer noch jemand, Yoga sei ein Alibisport, dem sich höchstens esoterisch angehauchte Mitfünfzigerinnen mit Indienfimmel hingeben? Tatsächlich ist Yoga zwar nicht als Sport definiert, dennoch kann dabei jeder Knochen schmerzen und der Schweiß in Strömen fließen. So manche Verrenkung, die es dem Körper abverlangt, erfordert schon eine gewisse Härte gegen sich selbst – zumindest im Anfangsstadium. wissen.de über Yoga und seine verschiedenen Stilrichtungen.

Für Frauen verboten

Frauen beim Yoga machen eine Brücke
Brücke – Turnübung oder Meditation?

Die klassische Brücke zählt auch zum westlichen Repertoire der Turnübungen. Im Yoga lautet ihr Name Sethu Bandhasana und sie verheißt neben einer wohltuenden Dehnung auch Harmonie und Entspannung.

Indische philosophische Lehre, die durch Meditation, Askese und bestimmte körperliche Übungen den Menschen vom Gebundensein an die Last der Körperlichkeit befreien will“, heißt es im Duden über Yoga. Aber was Hippies in den sechziger Jahren noch als Selbstfindungstrip zelebrierten, hat sich in Europa und den USA längst zu einem Trendsport entwickelt. Die Wenigsten, die ihn heute praktizieren, sind wohl am Losgelöstsein von Körperlichkeit und allem Weltlichen interessiert oder haben etwas mit Askese am Hut. Auch sind es nicht nur Frauen, die ihm nachgehen, wie sich das Vorurteil in vielen Köpfen noch hartnäckig hält. Im Indien vergangener Jahrhunderte war Yoga Frauen sogar verboten.

Yogaschulen versprechen bei regelmäßiger Praxis Gesundheit, Ausgeglichenheit und Vitalität. Die Übungen würden Verspannungen lösen, das Wohlbefinden steigern und innere Ruhe sowie geistige Flexibilität bis ins hohe Alter verleihen. Hier lügt zumindest schon mal das Beispiel des indischen Meisters Bellur Iyengar nicht: In einem Alter, in dem das Gros der Deutschen bereits das Licht am anderen Ende des Tunnels erreicht hat, unterrichtet er immer noch täglich seine Schüler. Der Mann ist 93.

Nun ist Yoga aber nicht gleich Yoga, was aus dem Altindischen übersetzt übrigens „Joch“ heißt (welches den Körper einspannt). Es gibt verschiedene Richtungen, und jede bedient sich ihrer eigenen Praktiken, um das Ziel zu erreichen. wissen.de stellt die bedeutendsten vor.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa
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