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Wunder – gibt's die wirklich?

Natur, Übermenschliches, Glaube – ein Überblick über die Wunder der Welt

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Bauwerke und Marketing-Tricks: die beeindruckenden Wunder

Pyramiden von Gizeh
Die Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh (Mitte 3. Jtsd. v. Chr.) gehören zu den ältesten und bedeutendsten Zeugnissen der ägyptischen Kultur und zählen zum UNESCO-Welterbe.

Als der griechische Dichter Antipatros von Sidon im zweiten Jahrhundert v. Chr. eine Liste der sieben bedeutendsten Bauwerke seiner Zeit zusammenstellte, nannte er sie noch „theámata“ – frei übersetzt etwa „Sehenswürdigkeiten“. Erst später wurden daraus die „sieben Weltwunder“ der Antike. Die aufgelisteten Bauwerke selbst variierten von Jahrhundert zu Jahrhundert und Autor zu Autor, der Begriff aber blieb. Wer schon einmal vor dem einzigen erhaltenen antiken Weltwunder, den Pyramiden von Gizeh, gestanden hat, kann nachvollziehen, warum. Dass es den Menschen schon von 4500 Jahren gelungen ist, solche hohen, architektonisch ausgefeilten und – wie man heute sieht – auch beständigen Bauwerke zu errichten, ruft in der Tat Staunen und Verwunderung hervor. Auch Wissenschaftler rätseln bis heute, wie der Bau der Pyramiden möglich war.

Vielleicht waren aber auch schlicht Marketinggedanken im Spiel, als die sieben Weltwunder in der antiken Reiseliteratur erstmals so genannt wurden – schließlich ist ein „Wunder“ zweifelsohne ein deutlich attraktiveres Reiseziel als eine schlichte „Sehenswürdigkeit“.

Als Marketing-Begriff hat das Wort Wunder jedenfalls eine lange Tradition – bis heute. Immer wieder versprechen Hersteller, ihre Produkte würden Wunder bewirken oder seien gar selbst welche – in der jüngeren Vergangenheit zum Beispiel der Schweizer Getränkehersteller Ovomaltine, der Hersteller des Duftwassers 4711 oder der Produzent des Mineralwassers Vilsa. Und sogar Fertignudeln können wundersam sein – jedenfalls legt das der Name Mirácoli nah: miracoli bedeutet auf Italienisch nichts anderes als „Wunder“ – und zwar gleich im Plural.

 

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von wissen.de-Redakteurin Alexandra Mankarios, Januar 2014
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