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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Wunder

über
mhd.
wunder,
ahd.
wuntar und verwandte Wörter aus anderen
germ.
Sprachen (
engl.
wonder,
ndrl.
wonder,
schwed.
under) hinausgehend, ist die Herkunft dieses Substantivs nicht geklärt; der Ursprung der seit dem 15. Jh. bezeugten Wendung blaues Wunder (aus sein blaues Wunder erleben „eine böse Überraschung erleben“) wird zum einen in einer Analogiebildung zu der aus derselben Zeit stammenden Redensart jmdm. blauen Dunst vormachen „jmdm. etwas Falsches sagen“ vermutet, zum anderen soll dieser Ausdruck als Bezeichnung für das im sächsischen Schneeberg abgebaute Kobalt entstanden sein, aus dem u. a. auch die „kobaltblaue“ Farbe für das berühmte Meißner Porzellan hergestellt wird
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