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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Strich

dieses Substantiv
mhd.
strich,
ahd.
stri(c)h entstand als Ableitung zu einer älteren Form des Verbs streichen (streicheln); die Redewendung nach Strich und Faden („kräftig, gründlich“) stammt aus der Sprache des Weberhandwerks, in der Strich und Faden für die beiden sich kreuzenden Fadenrichtungen des Gewebes stehen; sind die Fäden exakt ausgerichtet, ist das Gewebe von guter Qualität; ist der Webermeister also qualitätsbewusst, so prüft er die Arbeit seiner Gesellen nach Strich und Faden, das heißt „sehr genau“; eine ähnliche Motivation liegt der Redensart jmdm. gegen den Strich gehen „jmdm. zuwider sein“ zugrunde, denn als Strich bezeichnet man auch den natürlichen Verlauf tierischer und menschlicher Haare; wenn jemandem etwas gegen den Strich geht, dann geht es ihm sozusagen gegen die Natur und löst somit ein Gefühl körperlichen Unwohlseins in ihm aus
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