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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH
Pumpernickel
Anfangs war das Wort Pumpernickel ein scherzhaftes Synonym für das grobe Kommiss bzw. Vollkornbrot, das man Heeressoldaten als Verpflegung mitgab; heute bezeichnet es ein schwarzbraunes, süßlich schmeckendes Brot aus Roggenschrot, das manche sogar für eine Delikatesse halten. Über die Herkunft des Wortes wird weiterhin diskutiert, doch neigen mittlerweile viele Experten dazu, den Namen des Brotes, das in seiner Heimat Westfalen selbst Schwarzbrot genannt wird, auf das regionale, im Sauerland verbreitete Wort Pumper „Furz“ und die Kurzform von Nikolaus, Nickel, zurückzuführen. Demnach bedeutet der Name spöttisch „furzender Nikolaus“, was auf die verdauungsfördernden Eigenschaften des Brotes hindeutet. Ursprünglich jedoch soll Pumpernickel ein Schimpfwort gewesen sein, das so viel wie „grober Bauernflegel“ bedeutete. Regional bezeichnet Nickel darüber hinaus einen „verschrobenen Eigenbrötler“. Andere Deutungen sehen in dem Wort ein Synonym für „Teufel“ aus der Zeit der Hexenverfolgungen, oder sie führen es auf das lat. bonum paniciculum „gutes Brötchen“ bzw. auf einen Bäckermeister namens Nikolaus Pumper zurück.
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