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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Kamikaze

im 2. Weltkrieg:
Pilot, der sich mit Flugzeug und Bombenladung auf das anzugreifende Objekt stürzte und dabei sich selbst opferte
aus
jap.
kamikaze „Götterwind“, aus
jap.
kami „Gott(heit)“ und
jap.
kaze „Wind“; urspr. wurde ein starker Sturm so bezeichnet, der den Japanern zweimal ermöglichte (1274 und 1281), einen Angriff des Mongolenfürsten Kublai Khan abzuwehren
[Info]
Kamikaze
Kamikaze oder Kamikazeflieger nannte man japanische Kampfpiloten, die sich 1944, als die Lage im Zweiten Weltkrieg für Japan schon fast aussichtslos war, zu Selbstmordeinsätzen meldeten. Sie stürzten sich im vollen Bewusstsein, diesen Einsatz nicht überleben zu können mit Flugzeugen, die meist voll mit Bomben waren, bevorzugt auf USamerikanische Kriegsschiffe. Die einzelnen Bestandteile des Wortes bedeuten „Gott(heit)“ (
jap.
kami) und „Wind“ (
jap.
kaze), und das Wort ist eine geschichtliche Reminiszenz: Als der Mongolenfürst Kublai Khan die Japaner bedrängte, war diesen 1274 ein mächtiger und sieben Jahre darauf ein noch gewaltigerer Taifun zu Hilfe gekommen, weshalb sie den Mongolenangriff abwehren konnten. Dieses kamikaze „Götterwind“ genannte Ereignis deuteten die Japaner als göttlichen Beistand.
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