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Wort des Monats Dezember 2006

Gesundheitsreform

"Auf ein Neues!", dachte sich die Koalition und stieß nicht nur auf das neue Jahr an, sondern auch eine neue Diskussionsrunde zur Gesundheitsreform. Wir wünschen Ihnen jedenfalls alles Gute für 2007 und vor allem Gesundheit.

Seit wann die Regierungskoalition über die Gesundheitsreform diskutiert, weiß kaum noch jemand. Man wundert sich zuweilen, dass überhaupt noch alle Beteiligten bei bester Gesundheit sind, so lange zieht sich die Debatte über diese unselige Reform, die keine ist. Oder doch? Wem will man denn in dieser Frage trauen, oder eher: Am wenigsten misstrauen? Da stänkert die Pharmaindustrie gegen die Politiker, die auf die Ärzte und die auf die Pharmaindustrie. Manchmal stellen sich auch überraschend neue Streitpärchen auf, aber eigentlich will es keiner mehr hören, denn das ursprüngliche Ziel ist längst aus den Augen verloren.

Gestartet wurde alles, um die Kosten für das Gesundheitssystem in Grenzen zu halten, damit die Krankenkassenbeiträge sinken konnten. Die niedrigeren Lohnnebenkosten sollten zu einer höheren Beschäftigungsquote führen, aber da die Arbeitsmarktdaten momentan die Politiker ohnehin frohlocken lassen (die nach wie vor vielen Millionen Arbeitslosen wohl eher weniger), spielt dieses Ansinnen inzwischen offensichtlich keine Rolle mehr. Nun sind die Beiträge bei fast allen Kassen inzwischen einmal angehoben worden, die zweite Runde ist bereits angekündigt. Da wird es wohl höchste Zeit, dass wir unsere Gesundheit reformieren ... Wir bedanken uns jedenfalls sehr herzlich bei Herrn Joachim Kunkel, der uns folgende Erklärung und Begründung für sein Wort des Monats schickte:


"Gesundheitsreform" ist nach wie vor der Brüller für mich. Die Gesundheit als solche soll ja wohl nicht reformiert werden, aber als Schlagwort hat sich dieser Begriff in vielen Köpfen festgesetzt.

 

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von Dietmar Hefendehl, wissen.de
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