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Wohnzimmer – welche Couch passt am besten?

Das Sofa ist in den meisten Häusern der Mittelpunkt der Wohnzimmereinrichtung und meistens auch der Ort, auf dem man den größten Teil der Freizeit verbringt. Doch welcher Stil eignet sich für wen? Eine Kaufberatung.

Glaubt man den nackten Zahlen, stehen die Chancen gut, dass Sie diesen Artikel auf der Couch sitzend durchlesen. Denn für über 70 Prozent der Befragten steht das Internet ganz oben auf der Liste der liebsten Freizeitaktivitäten. Doch haben Sie sich auch mal mit der Frage beschäftigt, warum genau Sie diese Couch beim Händler gekauft haben? War es der Preis oder das Design? Vielleicht auch der Stoff? All diese Gründe zusammen sind es nämlich, die beim Kauf des Sofas eine entscheidende Rolle spielen können.

Laptop auf Sofa
Deutsches Wohnzimmermöbelstück Nummer eins: das Sofa

Sofa, Couch, Diwan und Kanapee

Das deutsche Wohnzimmermöbelstück Nummer eins hat eine lange Tradition: Schon die alten Griechen kannten die sogenannte Kline, ein bankähnliches, gepolstertes Möbelstück, auf dem sich nicht nur sitzen, sondern auch liegen ließ. Und auch in Deutschland selbst kannte der Adel schon im 17. Jahrhundert aufwändig verzierte Liegemöbel. Zu jener Zeit bürgerte sich dafür auch das aus dem Arabischen stammende Fremdwort Sofa für „Ruhebank“ ein. Mit der industriellen Revolution wurde das ehemalige Luxusmöbel zu dem Massenprodukt, das auch heute noch in fast jedem Wohnzimmer der westlichen Hemisphäre zu finden ist. Und nicht zuletzt Satiriker Loriot nutzte das Sofa auch, um davon die Deutschen aufs Korn zu nehmen.

Altmodische Sitzgruppe
Bei Auswahl der Sitzmöbel sollte eine konstante Linie mit dem restlichen Raum verfolgt werden.

Wohnlandschaft oder 3-2-1?

Wer heute das Möbelhaus seiner Wahl betritt oder von der Couch aus auf den diversen Seiten der Häuser stöbert, der wird feststellen, dass die Auswahl schier grenzenlos erscheint. Neben der als klassisch geltenden Kombination aus drei- und zweisitzigem Sofa samt passendem Sessel (auch als 3-2-1 bekannt) sind vor allem Wohnlandschaften der Renner bei den Deutschen. Also jene Couchgebilde, die L- oder U-förmig eine durchgehende Sitz- oder Liegefläche ergeben und so den ganzen Raum optisch dominieren. Weitere Bauarten umfassen solche, die sich zum vollwertigen Bett ausklappen lassen. Einige Zeitgenossen schwören auch darauf, sich statt eines Sofas einen oder mehrere Multifunktionssessel ins Wohnzimmer zu stellen.

Welches Design es nun für das eigene Wohnzimmer sein soll, hängt von mehreren Faktoren ab, von denen der persönliche Geschmack nur einer ist.

Schritt für Schritt zum perfekten Sofa

Wenn ein Sofakauf ansteht, sollte bei einer geplanten Einmalzahlung zunächst ehrlich ein Budgetrahmen festgelegt und auch konsequent eingehalten werden. Wer sich für Ratenkauf entscheidet, kann zwar auf preislich höher angesiedelte Couches wie die die des Edel-Herstellers Rolf Benz zurückgreifen, geht aber auch Zahlungsverpflichtungen über mehrere Monate oder gar Jahre ein – Übrigens ein paar Tipps: So kaufen Sie günstig Luxusmöbel von Rolf Benz. Als nächster Schritt muss die ausnutzbare Fläche vermessen werden. Das geht entweder über einen Blick in den Grundriss der Wohnung oder des Hauses oder ganz klassisch via Maßband.

Hierbei müssen auch eventuell schon erste Abstriche gemacht werden. Dass eine riesige Wohnlandschaft schon von den Abmessungen her zu groß für ein 20-Quadratmeter-Wohnzimmer sein kann, liegt auf der Hand. Aber auch wenn die Couch „gerade eben“ passt, erweckt dies keinen passenden Eindruck, sie wird „gequetscht“ wirken und alles andere im Raum mit ihrer schieren Präsenz überlagen. In solchen Fällen sollten Käufer ehrlich zu sich selbst sein und ein kleineres Modell wählen. Wer im Wohnzimmer über ein Dolby-System Kinosound genießen möchte, sollte zudem auch auf die richtige Positionierung des Sitzplatzes zu Fernseher und Boxen achten.

Als nächster Schritt sollten sich Interessenten klar werden, in welcher Form sie die Couch überwiegend nutzen: Wer sich gerne im Sitzen von Angesicht zu Angesicht mit Gästen unterhält, oder öfters die Möbel umstellen möchte, der ist mit einer klassischen 3-2-1-Kombination am besten bedient. Wer hingegen eher auf ausgedehnte Fernsehabende steht und sich dabei wohlig in eine Decke liegend einrollen will, für den könnte die Wohnlandschaft eine bessere Wahl sein – jedoch lässt sich diese dank des Gewichts und der Abmessungen nur sehr viel schwerer umpositionieren. Zudem gibt es auch 3-2-1-Kombis, die über eine extrem tiefe Sitzfläche verfügen, die sich zwar besser zum Liegen denn zum Sitzen eignet, aber von der Aufteilung her flexibler ist als eine massive Wohnlandschaft.

Vor dem Sofakauf sollte daher eine feste Reihenfolge der Planung eingehalten werden, damit am Ende wirklich ein vollkommen passendes Sofa im Raum steht und keine unhaltbaren Kompromisse eingegangen werden müssen:

  1. Budget festlegen
  2. Raum ausmessen
  3. Häufigste Nutzungsform festlegen
  4. Daran die Sofaform anlehnen
  5. Marktlage sondieren
  6. Kaufen

Leder, Stoff oder …?

Steht die Auswahl des Designs und der Größe, muss sich für ein Bezugsmaterial entschieden werden. Hier sollte auch ein Auge auf der restlichen Wohnzimmer-Einrichtung liegen. Wer seinen Raum beispielsweise ultramodern und minimalistisch eingerichtet hat, der sollte sich sicherlich keine braune Ledercouch im Kolonialstil zulegen. Umgekehrt kann bei einem rustikalen Wohnzimmer eine schneeweiße Couch mit Chrom-Elementen fehl am Platz wirken. Natürlich ist ein Raum schnell und einfach neu gestrichen, aber generell sollte auch bei der Farbe der neuen Couch eine konstante Linie mit dem restlichen Raum gefahren werden, um eine harmonische Optik zu erzeugen. Profis, die entgegen allen Trends auch in den kommenden Jahren zeitlos bleiben möchten, wählen daher eine neutrale Farbe, die mit den meisten denkbaren Kombinationen von Wand- und Vorhangfarben korrespondieren könnte. Ein weiterer, wenn auch kleiner Faktor sind die Elektronikgeräte: Der Abstand zum Fernseher sollte laut giga.de in keinem Fall zu klein gewählt werden. Denn sonst verkehrt sich die Wirkung der großen Bilddiagonale ins Gegenteil, denn das Auge muss bei kleinem Abstand zu sehr hin und herspringen, was auf die Dauer extrem ermüdend sein kann.

Lederbezogene Sitzgruppe
Leder eignet sich für viele Einrichtungsstile.

Uni ist schick

Bei den Designs geht der Trend in den vergangenen Jahren weg von Mustern und Ornamenten hin zu gedeckten einfarbigen Modellen. Leder eignet sich für viele Stile und lässt sich zudem äußerst einfach sauber sowie durch entsprechende Pflegemittel auch über einen sehr großen Zeitraum hinweg neuwertig erhalten, hat aber den Nachteil, dass es sich im Winter schnell kalt und im Sommer wegen der schlechten Atmungsaktivität schwitzig anfühlt. Wer hier nicht durch passende Decken oder Kissen gegensteuern will, sollte auf ein anderes Material ausweichen. Stoff beispielsweise. Der hat in seinen verschiedensten Ausprägungen und Webungen nicht nur den Vorteil der Gestaltungsmöglichkeiten, sondern fühlt sich auch neutral an. Das heißt, er ist im Sommer weder zu warm noch im Winter zu kalt. Zudem ist auch dichtgewebter Stoff atmungsaktiver als Leder. Der Nachteil liegt in der geringeren Haltbarkeit. Auch ein robuster Stoffbezug kann nach wenigen Jahren durchgescheuert sein, je nachdem wie stark er beansprucht wird, etwa wenn der Besitzer immer nur mit nietenbewehrten Jeans darauf sitzt. Außerdem sind Flecken nur mit höherem Aufwand zu beseitigen als beim Leder. Hier sollte schon im Vorfeld abgewogen werden, was sich besser für die persönlichen Bedürfnisse eignet.

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