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Wohnen im Imperium romanum

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Welche Siedlung zu römischer Zeit als Stadt bezeichnet wurde, entschied letztlich ihr rechtlicher Status. Die Koloniestädte besaßen römisches Recht, wodurch ihre Bürger dieselben Rechte wie die Bürger Roms hatten. Die Munizipien dagegen waren Städte latinischen Rechts, ihre Bürger besaßen weniger Rechte.

Die Mehrzahl der Städte in den römischen Nordwestprovinzen geht auf Neugründungen durch die Römer zurück. Meist besaßen sie ein rechtwinkelig angelegtes, befestigtes Straßensystem, das typisch für eine römische Planstadt war. Die einzelnen Blöcke, die durch die sich im rechten Winkel schneidenden Straßen entstanden, hießen insula (Insel). Eine insula umfasste in der Regel mehrere Häuser.

Die städtebauliche Planung schloss die Errichtung bestimmter Bauten und Einrichtungen von vornherein ein. Dazu gehörten zum Beispiel - möglichst im Zentrum der Stadt - ein Forum als Versammlungsplatz und Ort der Gerichtsbarkeit, ein Gebäude für die Versammlung der Ratsherren der Stadt, die curia, sowie Heiligtümer für die kapitolinische Trias und den Kaiserkult. Daneben gab es große Marktplätze oder Markthallen - die Orte des wirtschaftlichen Lebens - sowie öffentliche Bäder, Theater und Amphitheater zur Unterhaltung der städtischen Bevölkerung. Die Anlage einer Kanalisation war Standard in einer römischen Stadt und bezeugt den hohen zivilisatorischen Standard.

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