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Wohin mit den Flüchtlingen – Europa im Verteilungs-Dilemma

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Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge, die 2014 über das Mittelmeer nach Europa kamen, stammten laut den Vereinten Nationen aus Syrien und Eritrea.  Der Bürgerkrieg in Syrien tobt inzwischen in seinem fünften Jahr. Mehr als 220.000 Menschen sind in dem Konflikt bisher ums Leben gekommen, knapp ein Drittel von ihnen Zivilisten. Vier von fünf Bürgern leben in Armut. Millionen Syrer befinden sich auf der Flucht - vor den Kämpfen, aber auch vor den Dschihadisten des „Islamischen Staates“, die einen beträchtlichen Teil Syriens unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Eritrea befindet sind unter der brutalen Diktaturherrschaft von Präsident Isaias Afwerki. Eine Opposition und unabhängige Medien gibt es nicht. Andersdenkende verschwinden in Gefängnissen und werden gefoltert. Afwerki hat das Land vollständig von der Außenwelt abgeriegelt: Selbst UN-Sondergesandten wird die Einreise verwehrt.   Vor allem junge Menschen fliehen vor dem Militärdienst, den alle Bürger ableisten müssen. Der dauert formell 18 Monate, wird aber häufig um Jahre verlängert: Menschenrechtler sprechen von moderner Sklaverei. Eritrea liegt auf dem UN-Entwicklungsindex auf Platz 182 von 187, und ist damit eines der ärmsten Länder der Welt.

Wohin in Europa?

Die meisten dieser Flüchtlinge landen in Italien und Griechenland. In Italien waren es allein 2014 mehr als 170.00 Boat-People, knapp die Hälfte davon aus Syrien und Eritrea. Und täglich kommen Hunderte bis Tausende mehr.  Laut der Dublin-Verordnung müssen jedoch alle Flüchtlinge in dem EU-Land Asyl beantragen, in dem sie als erstes ankommen. Dies führt zu einer überdurchschnittlichen Belastung der Mittelmeeranrainer, denn sie liegen an den EU-Außengrenzen nach Süden und sind daher oft die erste Anlaufstation.

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