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Winterurlaub mit Kindern: Schnee und Berge auch für Zwerge?

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Skifahrender Junge mit Helm
Auch wenn es schon ganz gut läuft: Nie ohne Skihelm auf die Piste!
Nie ohne Helm!

Bei ihren ersten Versuchen auf den Brettern, fallen Kinder regelmäßig hin. Deshalb gilt für sie ganz besonders: Nie ohne Skihelm auf die Piste! Das Tragen des richtigen Helms kann das Risiko einer gefährlichen Kopfverletzung um bis zu 60 Prozent reduzieren. Beim Kauf sollten Eltern auf die EN-Norm 1077 achten: Nur Modelle mit dieser Kennzeichnung entsprechen den von der EU bestimmten Mindestanforderungen für Funktionalität und Schutz.

Ebenfalls wichtig: Der Helm muss optimal passen und darf unter keinen Umständen zu groß sein. Bei der Farbwahl ist Auffälligkeit Trumpf: Je bunter und greller das Design, desto besser ist das Kind für andere Skifahrer auf der Piste sichtbar.

Baby in Winterkleidung
Gerade Babys müssen vor Kälte und Schnee besonders geschützt werden.
Zwiebellook gegen die Kälte

Nicht nur vor Stürzen, auch vor der Kälte brauchen Kinder besonderen Schutz. Denn sie verlieren viel schneller Körperwärme als Erwachsene - vor allem über ihren verhältnismäßig großen Kopf. Bei Minusgraden benötigen Babys deshalb immer eine gut abschließende Mütze oder Kapuze. Sind sie im Kinderwagen unterwegs, sollte neben einer warmen Decke von oben auch die Unterlage ausreichend schützen. Gut dafür geeignet sind zum Beispiel Fellsäcke oder eine Campingunterlage mit Aluminiumschicht.

Ältere Kinder, die schon aktiver sind, brauchen vor allem wetterfeste Kleidung: am besten aus lockeren und porenreichen Stoffen wie Wolle oder Flanell. Doch übertreiben sollte man es nicht: "Kinder werden aus übertriebener Vorsicht oft viel zu warm angezogen", sagt Berthold Koletzko. "Sie schwitzen dann aber mehr und erkälten sich leichter." Bewährt hat sich der Zwiebellook: Anstatt einer dicken Schicht sollte das Kind mehrere Lagen leichter Kleidungsstücke tragen – zum Beispiel Baumwollunterwäsche und Strumpfhosen, darüber ein langärmliges T-Shirt, einen dünnen Pullover und anschließend eine Jacke. Die Füße sind in Gummistiefeln mit Wollsocken gut aufgehoben.

Schutz vor Austrocknen und Sonnenbrand

Auch das Eincremen ist im Winterurlaub wichtig: Kälte entzieht der Haut Feuchtigkeit und der Wind trocknet sie zusätzlich aus. Cremes und Salben können vor dem Austrocknen schützen. Empfehlenswert sind wasserfreie Wind- und Wetterschutzcremes speziell für Babys und Kleinkinder.

Gerade in den Bergen sollte man die unbedeckten Körperstellen zudem mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen – das gilt nicht nur für das Kind, sondern auch für die Eltern, unterstreicht die Stiftung Kindergesundheit. In der klaren Bergluft scheint die Wintersonne besonders intensiv. Da Skigebiete oft sehr hoch liegen, ist dort auch die UV-Strahlung stärker.

09.12.2016, DAL / Stiftung Kindergesundheit
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