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Wie lassen sich die eigenen persönlichen Daten schützen – mit einem kostenlosen VPN?

Der Datenschutz wird heute immer wichtiger. Erst nun berichtete ein TV-Sender über Abzocker, die über Stellenanzeigen an Daten von Bewerbern kamen, um mit diesen Konten zu eröffnen, Einkäufe zu tätigen oder andere Straftaten zu begehen. Gerade im Netz sind wir angreifbarer, als es uns oft lieb ist. Die Fehler geschehen nicht aus Sorglosigkeit oder Unwissenheit, sondern mitunter einfach, weil die Bankingseite so perfekt korrekt kopiert wurde, dass die Zugangsdaten schneller eingetippt und abgeschickt sind, als man den Fehler begreift. Aber es muss doch Mittel geben, sich zu schützen? Die gibt es, wie dieser Artikel zeigt.

Bildschirm mit Programmcode
Es gibt viele Wege, auf denen Fremde an die Daten von Nutzern gelangen können.

Wer kann alles Daten tracken?

Das Tracken von Daten ist im Internet keine Seltenheit. Oft empfinden es viele als ganz praktisch, denn wenn Google Maps auf dem Smartphone in einer fremden Stadt gleich den korrekten Standort herausgibt und somit der Weg einfacher gefunden wird, ist das angenehm. Dasselbe kann in Onlineshops der Fall sein, wenn die Händler selbst das Nutzerverhalten tracken, auswerten und künftig das benötigte Fischfutter, nicht aber das Hundefutter anzeigen. Es gibt aber mehr Tracker:

  • Browser – die Browserhersteller tracken in der Regel das Internetverhalten von Usern. Das einfachste Beispiel hier ist die Browser-Historie, in der die aufgerufenen Webseiten gespeichert sind.
  • Unternehmen – sie wurden oben bereits erwähnt. Doch auch Facebook, Netflix oder die genutzte Nachrichtenseite trackt den User. Die Daten werden meist dazu verwendet, gezielte Werbung anzeigen zu können.
  • Betrüger – sich in ein WLAN oder auf ein Gerät einhackende Betrüger tracken die Daten eines Users ebenfalls. Genau in diesem Bereich liegt auch das Problem, da diese Personen auf andere Daten abzielen: Name, Adresse, persönliche Daten, gar Personalausweiskopien, Passwörter und Zugangsdaten. Schon mit dem Namen, der Kreditkartennummer und der Sicherheitsnummer der Karte haben Betrüger nun alles in der Hand, was sie benötigen.

Das Problem ist, dass viele Bürger heute durchaus unvorsichtig mit ihren Daten umgehen, weil es so einfach erscheint. Ein simples Beispiel sind Login-Seiten mit »Login über Facebook«. Verbirgt sich kein seriöses Unternehmen hinter der Seite, sondern ein Betrüger, so hat dieser im Nu die Anmeldedaten für Facebook von tausenden Nutzern. Und da viele Menschen sehr viel auf Facebook von sich preisgeben und PN durchaus Inhalte enthalten, die eigentlich nicht online mitgeteilt werden sollten, können Betrüger nun vielseitig betrügen.

Mit einem VPN die Daten schützen

Vorab sei gesagt, dass ein VPN nicht davor schützt, seine Daten auf Phishingseiten einzugeben oder Anmeldedaten samt Passwort preiszugeben. Nur Internetsecurityprogramme können hier helfen – und natürlich die eigene Achtsamkeit. Das VPN hat einen anderen Sinn:

  • Chaos – für diejenigen, die Daten tracken wollen, ist das VPN schlichtweg ein reines Chaos. Da es sich vor das eigentliche Internet setzt und innerhalb des VPN Daten erst kreuz und quer verschoben und gemischt werden, bis das ganze Datenpaket in einem Durchgang in das Internet vorstößt, lässt sich kein Datensatz mehr einer einzigen Person zuordnen. Zudem werden IP-Adressen mehrfach genutzt, sodass die Verschleierung noch besser ist.
  • Möglichkeiten – VPN gibt es für den Router, ein einzelnes Gerät, als Mehrgeräte-Lizenzprogramm und natürlich auch kostenfrei. Sinnvoll ist es immer, sowohl den Haupt-PC zu Hause zu schützen als auch das Smartphone. Gerade über die mobilen Geräte ist die Gefahr hoch, dass Daten abgefangen werden. Öffentliche WLAN-Netze bieten kaum Schutzvorkehrungen, sodass Betrüger hier sehr schnell auf Datenfang gehen können.

Ein VPN wie Surfshark schützt also auf dem Gerät, auf dem es genutzt wird, davor, dass die ins Internet gesendeten Daten einer fixen Person zugeordnet werden können. Bei den heutigen Internetgeschwindigkeiten fällt die VPN-Nutzung kaum noch auf, sofern die Leitung einem modernen Standard entspricht. Bei langsameren Leitungen kommt es auf das Nutzungsverhalten an: Wenn beide Kinder plus die Eltern zeitgleich streamen, kann das VPN die Geschwindigkeit zusätzlich belasten.

Aber ist es gleich notwendig, sich ein VPN wie Surfshark zu kaufen? Wer sich noch nie mit der Materie befasst hat, der möchte vermutlich erst einmal schauen, ob er damit zurechtkommt und ob es das richtige Angebot für den eigenen Geschmack ist. Wie gut, dass sich etliche VPN auch kostenfrei testen lassen. So geht es:

  • Auswählen – das VPN zum Test wird ausgewählt. Bei der Wahl sollte schon nach den persönlichen Präferenzen geprüft und überlegt werden, was über das VPN gemacht werden soll. Geht es nur um den Datenschutz oder soll hin und wieder der virtuelle Standort ins Ausland verlegt werden?
  • Anmelden – nun wird sich für die Testphase registriert. Wie lang diese ist, hängt vom Anbieter ab. Einige bieten eine 30-tägige Testzeit, andere sieben Tage. Je nach Angebot kann die Testphase auch anderweitig beschränkt sein.
  • Ausprobieren – nun wird das VPN ganz bequem ausprobiert und ergiebig getestet.

Passt das Angebot, wird nun der Vertrag abgeschlossen. Auch hier gibt es Unterschiede. Oft sind Abo-Modelle möglich, sodass monatlich gezahlt wird, aber auch gekündigt werden kann. Andere Verträge gehen über fixe Zeitspannen. Natürlich lässt sich der Test auch über Smartphones oder Tablets durchführen oder das Angebot schließlich mit diversen Geräten nutzen. Auch hier entscheiden die Anbieter, ob sie einen Account auf unbegrenzten Geräten zu Verfügung stellen oder ob ähnlich der Virenschutzprogramme eine Mehrgerätelizenz gekauft werden muss.

Hände auf Laptop-Tastatur
Mit einem VPN sicher surfen?

Fazit - ein VPN ist sinnvoll

Gerade wer empfindliche Daten versendet oder oft mobil unterwegs ist, der sollte sich die VPN-Möglichkeiten einmal genauer anschauen. Doch auch daheim für die private Internetnutzung ist es immer gut zu wissen, dass nicht jeder »Hinz und Kunz« die Daten zur eigenen Person zurückverfolgen kann.

Trotzdem ist es auch mit einem VPN von höchster Wichtigkeit, eigenständig auf sich und seine Daten zu achten. Unachtsame Eingaben von empfindlichen Daten, gar das Einloggen auf Phishingseiten, sind weiterhin große Gefahrenquellen. Seine absolute Stärke spielt jedes VPN im Zusammenspiel mit einer Internetsecurity und der Achtsamkeit des Nutzers aus.

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