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Wie is(s)t Deutschland 2016: So haben sich unsere Essgewohnheiten verändert

Haben Sie schon mal Lebensmittel im Internet bestellt? Oder ein Foto ihrer Mahlzeit auf Facebook und Co gepostet und sich über Rezepte ausgetauscht? Wenn ja, liegen Sie voll im Trend. Denn wie, was und wann wir essen, hat sich heute stark gewandelt. Wie sich die Gewohnheiten beim Essen und beim Einkaufen von Lebensmitteln in Deutschland verändert haben, hat die Studie " Wie is(s)t Deutschland 2016" nun untersucht.

Frau mit Handy beim Müsliessen
Für das Mittagessen bleibt nur wenig Zeit - aber das Internet ist immer dabei.

Früher waren die Mahlzeiten das soziale Zentrum des Tages: Die Familie saß sich zum Frühstück, Mittag- und Abendessen gemeinsam am Tisch. Diese Zeit nutzte man daher nicht nur zum Essen, sondern tauschte Neuigkeiten aus, diskutierte anstehenden Entscheidungen oder plante den nächsten Ausflug. Diese Zeiten sind heute allerdings meist längst vorbei. Denn meist bleibt morgens ohnehin keine Zeit fürs lange Frühstücken und mittags sind alle bei der Arbeit, in der Schule oder anderweitig unterwegs.

Gleichzeitig verbringen wir immer mehr Zeit in der digitalen Welt: Wir tauschen uns im sozialen Netzwerk aus, shoppen online und informieren uns über das Internet. Wie sich dies auf unsere Essgewohnheiten auswirkt und was uns heute bei Lebensmitteln und beim Einkaufen wichtig ist, haben Forscher im Rahmen der neuen Nestlé Studie "So is(s)t Deutschland" untersucht.

Virtuelle Gemeinschaften ersetzen den Esstisch

Die Studie zeigt: Beim Essen sind uns auch heute noch die Gemeinschaft, und der soziale Austausch wichtig. Nur hat sich die Form dieser Gemeinschaft geändert. Dank einer Fülle von Online-Foren und sozialen Netzwerken wird Geselligkeit heute zunehmend auch in Form virtueller Tischgemeinschaften gelebt: Wir posten Fotos unseres Essens im Netz oder stellen Videos vom Kochen und Essen online. Viele veröffentlichen regelmäßig Kochtipps oder Rezepte oder tauschen sich über neueste Kochideen in Foren aus.

"Indem Menschen Fotos von den Gerichten auf ihren Tellern posten oder Rezepte veröffentlichen, laden sie sozusagen virtuell andere Menschen zu sich nach Hause ein und lassen sie an ihren Mahlzeiten teilhaben", erklärt Katja Popanda, Leiterin der Marktforschung von Nestlé Deutschland. "Auf diese Weise kann jeder auch ohne direktes Gegenüber als 'Social Eater' agieren und sich als Teil einer großen Gemeinschaft fühlen".

Einkauf im Netz

Doch nicht nur Kochen, Essen und Genießen werden mittlerweile digital geteilt. Auch beim Lebensmittel-Einkauf spielt das Internet eine immer größere Rolle. Denn Online-Shops bringen heute nicht mehr nur Bücher, Kleidung oder Elektrogeräte. Längst kann man auch Lebensmittel bequem online bestellen und sich direkt ins Haus liefern lassen.

Immerhin ein Drittel der Deutschen bestellt inzwischen mehr oder weniger regelmäßig Lebensmittel oder Tiernahrung über das Internet. "Wir rechnen damit, dass der Online-Einkauf von Lebensmitteln schon bald ganz selbstverständlich zu den alltäglichen Einkaufskanälen gehören wird", kommentiert Béatrice Guillaume-Grabisch von Nestlé Deutschland.

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NPO, 25.01.2016
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