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Wie gesund sind unsere Kinder?

Die häufigsten Risiken und Erkrankungen der jüngsten Generation

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Übergewicht und Fettleibigkeit

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Mädchen mit Chips und Cola vor dem Fernseher

Bewegungsmangel und falsche Ernährung gefährden auch die Gesundheit unserer Kinder.

Wer dauerhaft seinem Körper mehr Energie zuführt, als er verbraucht, setzt Fett an. Die Weltgesundheitsorganisation WHO übertreibt nicht, wenn sie über eine Epidemie in Europa spricht. Hier hat sich in den letzten 20 Jahren die Zahl der Übergewichtigen verdreifacht. Das ist insofern besorgniserregend, als Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen große Risiken für Folgeerkrankungen bergen. Dazu gehören Diabetes, Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und Erkrankungen an Muskeln und Gelenken. Im Erwachsenenalter erhöht sich das Risiko auf Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs – häufig betroffen ist hier die Bauchspeicheldrüse. Worunter Dicke aber schon vorher leiden, sind Hänseleien und Isolation. Die Folge: Sie ziehen sich zurück und versuchen ihren Kummer zu kompensieren, indem sie noch mehr essen – ein Teufelskreis.

Die KiGGS-Studie ergab, dass in Deutschland 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von drei bis 17 Jahren übergewichtig sind und davon wiederum sechs Prozent adipös, also fettleibig. In Zahlen ausgedrückt, heißt das 1,9 Millionen übergewichtige und 800 000 fettleibige Kinder.

Wo aber hört Übergewichtigkeit auf und fängt Fettleibigkeit an? Während für Erwachsene der so genannte Body Mass Index (BMI; Körpergröße zum Quadrat dividiert durch Gewicht) eine grobe Einschätzung erlaubt, ist eine solche Allgemeinformel bei Heranwachsenden schlecht möglich, da in verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedliche Werte gelten. Zur Info: Ein Erwachsener gilt bei einem BMI von über 25 als übergewichtig und über 30 als fettleibig. Hier bezog sich die Studie auf Durchschnittswerte aus Befragungen von 1985 bis 1999 in unterschiedlichen Altersgruppen. Daraus ergab sich, dass heute 50 Prozent mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig sind als damals und gar doppelt so viele fettleibig. Am deutlichsten nimmt die Zahl bei den Sieben- bis Zehnjährigen zu. Besonders betroffen sind Kinder mit niedrigem Sozialstatus. Schuld sind im Wesentlichen die Eltern, die ihren Kindern falsche Verhaltensweisen vorleben. Aber auch die Überflutung von Werbung für Knabbereien, Fastfood und süßen Getränken.

Eltern sollten sich daher ihrer Rolle als Vorbild bewusst sein und ihre Kinder zum Sport animieren. Ein erster Schritt ist immer, die Essgewohnheiten in der Familie zu überprüfen.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa
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