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Wichtige Versicherungen: Welche Policen wirklich immer nützlich sind

Versicherungen haben in Deutschland schon seit langem einen wichtigen Stellenwert. Nach den Zahlen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben die Deutschen im Jahr 2018 insgesamt über 202 Milliarden an Versicherungsprämien bezahlt. Das sind immerhin fast 6% des BIP. Doch ist das Geld letztlich gut angelegt oder sind wir alle überversichert? Dies lässt sich sicherlich nicht pauschal beantworten. Es gibt neben der Absicherung der Rente und der Gesundheit allerdings einige Policen, die wirklich fast jeder abschließen sollte. Doch welche sind das und was ist dabei zu beachten?

Familie
Eine gute Absicherung ist wichtig. doch welche Versicherungen sind wirklich entscheidend?

1. Hausrat- und Haftpflichtversicherung – Basisabsicherung für Haushalte

Es gibt zwei Grundgefahren, die eigentlich jeder Mensch absichern möchte. Dazu gehört zum einen der Schutz des eigenen Besitzes und zum anderen die Wiedergutmachung, wenn jemand selbst Schäden bei anderen Personen verursacht. Für den ersten Fall ist die Hausratversicherung genau die richtige Lösung, denn auf diese Weise lässt sich der Besitz in den eigenen vier Wänden vor Diebstahl oder auch Beschädigungen versichern. Die Haftpflichtversicherung kommt hingegen immer dann zum Tragen, wenn der Versicherte selbst Schäden anrichtet.

Doch was ist bei den Policen zu beachten? Folgende Punkte erscheinen dabei besonders wichtig:

a. Hausratversicherung

  • Unterversicherung vermeiden: Der Hausrat wird stets mit einer gewissen Versicherungssumme abgesichert. Liegt diese niedriger als der tatsächliche Wert des Hausrates, fallen anteilige Zahlungen eventuell auch weit unter Wert aus. Aus diesem Grund bieten Versicherer auch Tarife mit Unterversicherungsschutz an.
  • Auf die Leistungen achten: Die Leistungsmerkmale einer Hausratversicherung sind zwar von den Basics her gleich, jedoch ergeben sich bei Zusatzleistungen Besonderheiten. So kann eventuell eine Fahrradklausel interessant sein. Auch die Erweiterung um Elementarschäden muss fast immer extra mit in den Leistungsumfang mit aufgenommen werden. Ein weiterer wichtiger Punkt kann der Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit sein, so dass die Versicherung auch dann zahlt, wenn der Versicherte beispielsweise vor einem Diebstahl ein Fenster auf Kipp geöffnet ließ.

b. Haftpflichtversicherung

  • Deckungssumme: Da eine Erhöhung der Deckungssumme preislich nicht sonderlich ins Gewicht fällt, ist es sinnvoll, Policen mit einer pauschalen Deckungssumme von 50 Millionen Euro (mindestens 10 Millionen Euro pro Person) zu wählen.
  • Forderungsausfalldeckung: Heute ist es sehr wichtig, auch die Forderungsausfalldeckung in den Leistungsumfang mit aufzunehmen. So ist der Versicherte auch dann geschützt, wenn ihm durch einen nicht zahlungsfähigen Verursacher Schäden zugefügt werden.
  • Weitere Leistungen: Je nach Bedarf lässt sich auch eine Schlüssel-Klausel in den Vertrag einfügen, so dass die Kosten für verlorene Schlüssel übernommen werden. Auch die Absicherung deliktunfähiger Kinder kann für Eltern sehr wichtig sein.  

Bei beiden Versicherungstypen gilt, vorher verschiedene Tarife zu vergleichen und sich auf Basis dessen für ein leistungsfähiges und günstiges Angebot zu entscheiden.

2. Der Job als Anker: Berufsunfähigkeitsversicherung wird immer mehr zur Pflicht

Neben der Hausratversicherung und der Privathaftpflicht gibt es einen weiteren wichtigen Bereich: die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer seinen Job nicht mehr ausüben kann, steht oft vor einem Scherbenhaufen. Die staatlichen Leistungen sind in diesem Zusammenhang oft zu gering, so dass eine entsprechende Absicherung sich fast schon als Pflicht bezeichnen lässt.

Bei einer BU-Versicherung sind vor allem folgende Punkte wichtig:

  • Keine abstrakte Verweisung: Wer in seinem Job nicht mehr arbeiten kann, wurde früher von BU-versicherung auf andere Arbeiten verwiesen. Eine solche abstrakte Verweisung findet sich heute nur noch selten und sollte ausgeschlossen sein.
  • Leistungsvoraussetzung: Die Verträge variieren oft auch in Bezug auf die Voraussetzungen für die Zahlung der BU-Rente. Gute Verträge zahlen ab einer Berufsunfähigkeit von 50% und setzen Prognosezeiträume nicht zu hoch an.

Darüber hinaus ist natürlich auch noch die Höhe der BU-Rente sowie die Höhe der Versicherungsprämie wichtig. Eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung bei https://www.hannoversche.de/berufsunfaehigkeitsversicherung bietet die oben genannten Leistungsmerkmale und schlägt bei den Kosten moderate Töne an.

Tipp: Wer eine BU-Versicherung nicht bezahlen kann oder durch Vorerkrankungen nur unter sehr schweren Bedingungen eine entsprechende Police bekommt, sollte als Ersatz zumindest eine Unfallversicherung abschließen. Diese leistet zwar nicht bei Erkrankungen, aber so ist zumindest ein Teil der Ursachen für eine Berufsunfähigkeit abgesichert. Umgekehrt ist eine Unfallversicherung überflüssig, wenn man bereits über eine BU-Versicherung verfügt.

3. Kfz-Versicherung: Für Autofahrer Pflicht

Wer ein eigenes Auto hat, ist gesetzlich dazu verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Ohne eine solche Police wird das eigene Fahrzeug gar nicht erst zugelassen. Darüber hinaus kann es jedoch auch sinnvoll sein, eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung abzuschließen. Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich dabei vor allem für Neuwagen in den ersten 3-5 Jahren, da in diesem Zeitraum der Wert des Fahrzeugs noch sehr hoch ausfällt. Später ist es sinnvoll, auf eine Teilkaskoversicherung umzusatteln, um Kosten einzusparen.

Bei der Auswahl einer Police ist es wichtig, einen Tarifvergleich durchzuführen. Sparen lässt sich vor allem durch eine Selbstbeteiligung, die bei 100-300 Euro angesiedelt werden sollte. Auf diese Weise sinkt der Beitrag deutlich, ohne dass eine solche Summe im Schadensfall gleich eine zu große finanzielle Belastung bedeutet.

4. Je nach Einzelfall: Diese Policen können wichtig sein

Es existieren darüber hinaus noch weitere Policen, die je nach Einzelfall und Situation entscheidend sein können:

  • Wohngebäudeversicherung: Der Schutz gegen Elementarschäden ist für Hausbesitzer unverzichtbar. Nur so lassen sich im Fall der Fälle die Kosten niedrig halten.
  • Hundehaftpflichtversicherung: Als Hundehalter ist eine Hundehaftpflichtversicherung entscheidend. Auch der liebste Hund kann einmal einen schlechten Tag haben und jemanden verletzen. In diesem Fall sind Hundehalter voll umfänglich regresspflichtig. Eine Hundehaftpflichtversicherung springt in solchen Fällen ein.
  • Auslandskrankenversicherung: Wer Deutschland verlässt und sich auf eine Reise begibt, sollte auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Nur so ist sichergestellt, dass die gesundheitliche Versorgung adäquat abgedeckt wird.

Euro-Scheine
Wer genau hinschaut, kann auch im Bereich der Versicherungen einiges an Geld sparen.

Wichtige Versicherungen gehören zum Basisschutz

Menschen haben grundsätzlich das Bedürfnis nach Sicherheit. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich zumindest vor einigen Basisrisiken entsprechend abzusichern. Dies bewahrt Versicherte vor schweren finanziellen, sozialen oder gesundheitlichen Folgen. Wer dabei die einzelnen Policen genau unter die Lupe nimmt und sich nicht überversichert, überspannt zudem den Geldbeutel nicht.

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