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Wenn wir mehr über das Verhalten von Zellen wüssten, ließen sich die Folgen von

Nobelpreisträger Prof. Dr. Erwin Neher zu den Chancen der Ionenkanalforschung

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Diese Moleküle sitzen wie Poren in den Zellmembranen und übernehmen einen großen Teil der Kommunikation zwischen den Zellen eines Organismus. Sie vermitteln die elektrischen Signale zwischen Nervenzellen, wandeln in den Sinnesorganen physikalische Reize wie Licht, Schall und Berührung in elektrische Signale um, steuern Muskeln oder regulieren den Stofftransport in den Organen. Dabei werden zwischen der Außenwelt und dem Inneren der Zelle durch Tausende von Kanälen geladene Atome wie Natrium, Kalium oder Kalzium, also Ionen, geschleust, weshalb man diesen lebenswichtigen molekularen Schaltstellen den Namen Ionenkanäle gab.

 

Wie macht die Ionenkanalforschung nun Arzneimittel sicherer?

Ionenkanäle sind wichtige Angriffspunkte von Medikamenten. Ihre Erforschung hilft uns festzustellen, ob Medikamente im Körper genau dort andocken, wo sie eine Funktion fördern oder hemmen sollen. Wie man jetzt weiß, erzielen an die zehn Prozent der Arzneimittel ihre Wirkung an bestimmten Typen von Ionenkanälen. Ihre Zielsicherheit ist jedoch nicht immer gewährleistet. Insbesondere Kanäle von Herzmuskelzellen binden viele Substanzen, die an anderer Stelle ideale Medikamente wären. Sie lösen dadurch Herzrhythmusstörungen aus. Deshalb testet man heute noch vor der klinischen Prüfung alle potenziellen Arzneistoffe im Labor speziell auf Nebenwirkungen am Herzen.

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