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Welche Reichweite und welches Schadenausmaß haben Atombomben?

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Wie bereits erwähnt, erzeugt die Detonation erhebliche Hitze: Schon bei der 10-Kilotonnen-Bombe erreichte der millionengrad heiße Feuerball eine Größe von 300 Metern. Unglaubliche 4,8 Kilometer misst der Feuerball einer 10-Megatonnen-Bombe. Wer der Feuerhölle entkommt, wird wahrscheinlich von der extrem heißen Hitzewelle getötet, die blitzartig ausgestrahlt wird. Die Intensität hängt dabei von der Entfernung zum Epizentrum ab und von der Beschaffenheit der Atmosphäre. Ist die Sicht schlecht oder läuft die Explosion oberhalb der Wolken ab, verringert sich die Wirkung des Lichtblitzes.

Trifft die Wärmestrahlung auf die Haut, kann dies zu schwersten Verbrennungen führen. Die 10-Kilotonnen-Bombe erzeugte bei Menschen in einem Umkreis von 2,4 Kilometern Verbrennungen 2. Grades. Bei einer 10-Megatonnen-Bombe müssen Menschen damit rechnen, selbst in einer 32 Kilometer großen Entfernung verbrannt zu werden.

Zu noch ernsteren Schäden kommt es durch die radioaktive Strahlung, die in die Kategorien Alpha-, Beta-, Gamma-, und Neutronenstrahlen gegliedert sind. Diese Emissionen gehen vom Explosionsmittelpunkt aus und wirken innerhalb einer Minute. Leider ist dies noch nicht alles: Es bleibt ein großer Teil an Rückstandstrahlung übrig, der sich noch über Jahre im beschossenen Gebiet halten kann. Erde und Wasservorkommen werden von der Explosion verseucht und können bis zu Tausenden von Quadratkilometern von der Detonationsstelle entfernt in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem schädigt die Strahlung enorm die Zellenstruktur und das Erbgut des Menschen. Unter anderem sind Durchfall, Immunschwäche und Haarausfall die kurzfristige Folge der atomaren Verseuchung. Langfristig gesehen ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, stark erhöht.

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