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Welche Nummer für welche Autobahn?

Das Zahlensystem der deutschen Autobahnen

Mit dem Auto von Berlin nach Hamburg? - Nichts leichter als das: Von Berlin Stadtmitte nimmt man die A111, am Dreieck Oranienburg fährt man auf die A10 Richtung Hamburg, am Dreieck Havelland geht es auf die A24 Richtung Hamburg. Auf der A24 bleiben, bis es nach dem Kreuz Hamburg Ost nur noch wenige Kilometer bis Hamburg Stadtmitte sind ...

Die Autobahnnummerierung klassifiziert eindeutig die Fahrstrecken durch deutsche Lande und wir benutzen sie tagtäglich - sei es bei Wegbeschreibungen, für Staumeldungen im Verkehrsfunk oder zum Einsatz eines Rettungsdienstes.

Hinter den Nummern steckt eine durchdachte Struktur - aber welche Systematik liegt dabei zugrunde?

Anfang der 1970er Jahre wurde versucht, die Orientierung auf den Autobahnen durch eine Nummerierung zu erleichtern. Damals erhielten die Autobahnen an jedem Autobahnkreuz eine neue Nummer. Schnell wurde das System deshalb unübersichtlich und man verwarf den Versuch.
Ab ca. 1973 begann man dann mit dem noch heute gültigen System der Nummerierung:

  • 1er: Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (ab 1991)
  • 2er: Schleswig-Holstein und nördliches Niedersachsen
  • 3er: Südliches Niedersachsen
  • 4er: Nordrhein-Westfalen und nördliches Hessen
  • 5er: südliches Nordrhein-Westfalen
  • 6er: südliches Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • 7er: nördliches Bayern, Sachsen und Thüringen (ab 1991)
  • 8er: Baden-Württemberg
  • 9er: Bayern

Eine Rolle bei der Vergabe der Nummer spielte dabei auch der Streckenverlauf - ähnlich wie bei der Systematik amerikanischer Highways:
Autobahnen mit geraden Zahlen wie A2, A42 oder A96 führen stets von Ost nach West oder umgekehrt, die mit ungeraden Zahlen wie A1, A45 oder A67 von Nord nach Süd bzw. in Gegenrichtung.

Na, denn: Gute Fahrt auf Deutschlands nummerierten Autobahnen!

aus der wissen.de-Redaktion
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