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Weiblicher Orgasmus: So kommt Frau (fast) unter Garantie

Nicht nur in der wissenschaftlichen Welt, sondern auch der alltäglichen Realität ist bekannt, dass Frauen oftmals um Längen schwerer zum Orgasmus kommen als Männer – selbst wenn es sich um Masturbation handelt. Allerdings gibt es einige Grundlagen, die auch der großen Frauen-Majorität ebenso zielsichere und vergnügliche Orgasmen bescheren wie der Männerwelt. Der folgende Artikel zeigt 6 wichtige Tipps dafür.

1. Ausprobieren, was einem wirklich guttut

Beim Mann ist es vergleichsweise einfach: Da genügt meist eine höchstsimple Auf- und Ab-Stimulation. Der weibliche Körper ist hingegen nicht nur komplizierter, was die Verteilung der erogenen Zonen (selbst wenn man sich nur auf die Geschlechtsorgane beschränkt) anbelangt, sondern es kommt noch erschwerend hinzu, dass praktisch jede Frau andere Vorlieben hat.

Einfach ausgedrückt: Viele Frauen kommen nur deshalb nicht zuverlässig zum selbstbefriedigenden Orgasmus, weil sie selbst nicht genau wissen, was ihnen guttut.

·         Die Klitoris

·         Die Schamlippen

·         Die Vagina an und für sich

·         Der G-Punkt

·         Die Harnröhrenöffnung

·         Die Brüste

·         Der Anus

Das sind sieben Punkte, deren Stimulation allein bei vielen Frauen ausreicht, um einen Orgasmus herbeizuführen. Aber: Bei ebenso vielen Frauen gelingt es nur in Kombination von mindestens zwei oder noch mehr Stellen, die gleichzeitig stimuliert werden.

Das bedeutet: Zunächst einmal sollte Frau ausprobieren, ob sie bislang bei sich selbst die richtigen „Knöpfe“ drückte – nur weil beispielsweise eine Majorität durch Reiben der Klitoris kommen kann, gilt das längst nicht für jede Frau.

·         Vielleicht bringt einen erst die Kombination von Klitoris-Massage und einem Finger bzw. Spielzeug in Anus oder Vagina zuverlässig über die Orgasmusschwelle. 

·         Vielleicht muss auch der G-Punkt bevorzugt und stark massiert werden, während gleichzeitig die Klitoris nur sanft gerieben wird.

·         Vielleicht mag das eigene Lustzentrum auch ein klein wenig Schmerz und kommt erst, wenn zur vaginalen Penetration ein festes, aber kontrolliertes Kneifen der Brustwarzen hinzukommt.

Hier kann die Lösung nur darin bestehen, immer wieder an sich auszuprobieren und nie Neuem gegenüber unaufgeschlossen zu sein – oder etwas nicht zu tun, weil man es für „schmutzig“ oder „verwerflich“ hält. Beim Masturbations-Orgasmus sollte Moral keine Rolle spielen.

2. Wirklich für Frauen entwickelte Spielzeuge nutzen

Sexspielzeug gibt es nicht erst seit gestern. Aber trotzdem ist es ein neuer Trend, dass bei deren Entwicklung auch „um die Ecke gedacht“ wird und nicht bloß in die Richtung „muss naturgetreu wie ein möglichst großer Penis wirken und gerne brummen“.

Natürlich, ein klassischer Vibrator, der in die Vagina eingeführt oder an die Klitoris gehalten wird, bringt seit Jahrzehnten Frauen besser zum Orgasmus als viele Männer es vermögen – wenn das bei einem selbst jedoch nicht gilt oder man auch nur den Wunsch verspürt, stärkere Lust zu empfinden, sollte Frau jedoch auch hier gewillt sein, ausgetretene (Spielzeug-)Pfade zu verlassen.

Das bringt uns zu jüngeren Entwicklungen wie dem „Womanizer“. Dieses Sexspielzeug, das im Erotikshop Venize erhältlich ist, zeigt vielleicht am besten, was passiert, wenn sich Toy-Designer tiefergehend mit dem weiblichen Orgasmus befassen und etwas konstruieren, das diesem maximal entgegenkommen soll.

Denn sowohl in der „Classic“-Ausführung wie höheren „Evolutionsstufen“ kann dieses Gerät etwas, das kein anderes Gerät kann: Ähnlich wie die oral verwöhnenden Lippen eines Partners kann der Womanizer sanft an der Klitoris saugen und fühlt sich durch dabei entstehende „Druckwellen“ vollkommen anders an als klassische Vibratoren. Der Hersteller selbst spricht davon, dass 98% aller Nutzerinnen binnen fünf Minuten kommen würden.

Allerdings ist Der Womanizer nur ein Beispiel von vielen. Die jüngsten Jahre haben eine überwältigende Flut von anders und neu gedachten Sextoys auf den Markt gespült. Sie alle eint nur, dass sie keine Silikon-gewordene 1:1-Peniskopie sind.  Und vielleicht genügt mancher Frau auch nur das kühl-harte Gefühl eines G-Punkt-Massagetoys aus Glas. Auch hier gilt: Nicht einseitig denken, sondern ausprobieren.

3. Zeit und kein Orgasmus(s)

Vor allem wenn Frau seit langer Zeit versucht, sich selbst zum Orgasmus zu bringen, passiert oft das genaue Gegenteil: Man setzt sich selbst unter einen solchen Orgasmus-Druck, dass der Körper und vor allem das Gehirn alles vermögen, bloß nicht, sich genügend fallenzulassen, um dem „kleinen Tod“ entgegen zu taumeln.

Sehr viele Frauen benötigen für einen (oder natürlich auch mehrere) befriedigende Orgasmen mehr als zehn Minuten Zeit. Eine halbe Stunde sollte man deshalb für Masturbations-Sessions mindestens einplanen. Und vor allem sollte der Weg das Ziel sein. Loslassen, die Lust des Moments genießen, nicht nur auf den Orgasmus hinarbeiten.

Bei vielen Frauen funktioniert dieser Trick perfekt. Das Gehirn genießt die Streicheleinheiten, die massierenden Finger, das vibrierende Spielzeug. Und erst diese Leichtigkeit bringt einen über die Schwelle.

4. Ein bisschen Innendruck

Körperspannung ist etwas, das viele Frauen bei der Selbstbefriedigung vernachlässigen. Nein, nicht um guten Aussehens Willen. Denn die Anspannung der Beckenbodenmuskulatur, des Pos, tiefes Atmen, vielleicht sogar zeitweiliges Luftanhalten, das alles kann Reize, die man seiner Intimregion zuteilwerden lässt, um ein Vielfaches verstärken.

Ja, für einige Frauen ist es sogar sehr lustfördernd, bei der Masturbation eine (halb-)volle Blase zu haben, weil auch diese von innen den Druck erhöht und somit „gegenarbeitet“ und man automatisch die Muskulatur in dem Bereich stärker anspannt.

5. Hocken und reiten

Die meisten Menschen befriedigen sich in derselben Position: Auf dem Rücken liegend, den Kopf ein wenig unterstützt. Doch auch hier gilt etwas, das so schon im vorherigen Kapitel genannt wurde: Körperdruck und Reize, die dadurch verstärkt oder eben abgeschwächt werden können.

Wer immer Schwierigkeiten hat, zu kommen, sollte einfach mal versuchen, die Position zu wechseln.

·         Mit gespreizten Knien auf den Unterschenkeln sitzend.

·         Auf dem Bauch liegend.

·         Auf einem Gegenstand (etwa einem festen Kissen) reitend.

·         Seitlich mit geschlossenen Beinen liegend.

Abermals gilt: Jeder weibliche Körper ist anders. Und schon die Verlagerung der Masturbations-Position kann einen unglaublichen Effekt haben (oder auch einfach Abwechslung in das Spiel bringen).

6. Audiovisuelle Stimulation

Es ist durchaus verständlich, dass viele Frauen nicht gerne Pornos schauen. Denn auch wenn diese Sex zwischen beiden Geschlechtern zeigen, ist doch bei der großen Majorität der Filme unübersehbar, dass diese für Männer – und zu häufig auch von Männern - gedreht wurden und ein sehr frauenfeindliches Bild transportieren. Sicher nichts, das viele Frauen antörnen würde.

Allerdings sollte Frau deshalb das Thema nicht ganz von sich weisen. Schon deshalb, weil es mittlerweile auch genügend Filmmacher und Studios gibt, die das Thema anders angehen. Pornos von Frauen für Frauen lautet das Stichwort. Filme, die den Fokus auf weibliche Erotik legen – und dazu vielleicht auch nur Podcasts mit wenig mehr als erotischen Geräuschen.

Sich davon im Vorfeld oder während der Masturbation anregen zu lassen, kann ebenfalls helfen – so sehr unterscheiden sich weibliche und männliche Sexualität dann doch nicht, als dass nicht beide durch das Anschauen oder -hören von sexuellen Handlungen erregt würden.

 

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