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Was tun bei Winterdepressionen?

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Lichtdusche für die Augen

Therapeutische Lampen simulieren die Intensität und die Farbtemperatur des Tageslichts. Auch für den häuslichen Gebrauch können kleine Tageslichtlampen bereits erworben werden. Eine halbe Stunde pro Tag setzt sich der Patient mit einem Abstand von einem knappen halben Meter vor die Lampe. Er sollte die Augen dabei die ganze Zeit geöffnet halten. Blinzeln ist natürlich erlaubt und es ist auch nicht notwendig, die ganze Zeit direkt in das blendende Licht zu starren. Nur geschlossen sollten die Augen eben nicht sein. Da durch das Licht der Melatonin-Pegel sinkt, ist es am sinnvollsten, die Lichtdusche morgens nach dem Aufstehen zu nehmen. So wird der Köper auf den Beginn des Tages eingestellt und wirft die Müdigkeit von sich. Ganz so schnell wie das jetzt klingt, wirkt die Lichttherapie dann aber doch nicht: Nach etwa ein bis zwei Wochen regelmäßigen "Licht-Duschens" erst stellt sich eine spürbare Milderung der Symptome ein.

Nun noch einige technisch wichtige Daten: Die Leuchtstärke sollte zwischen 8.000 und 10.000 Lux liegen. Die Farbtemperatur bei 6.500 Kelvin. Das entspricht dem Sonnenlicht um zwölf Uhr mittags. Die schädigende UV-Strahlung sollte durch einen geeigneten Filter vermieden werden. Wenn die Tageslichtlampe diese Kriterien erfüllt, dann wird sie halten, was sie verspricht. Jedoch eines sollte sie niemals tun: Den winterlichen Spaziergang an der frischen Luft ersetzen.

KEL
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