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Was ist der Blautopf?

In der Geologie werden folgende Naturphänomene Karsterscheinungen genannt: Trockentäler, Höhlen mit Tropfsteinbildungen, unterirdische Flusssysteme, Erdfälle, Karstquellen, Wasserarmut und dünne Erdschichten über felsigem Untergrund.

Eine der berühmtesten Karsterscheinungen ist eine Karstquelle in Blaubeuren bei Ulm, der Blautopf. Der Blautopf ist nach dem Aachtopf die größte Karstquelle Deutschlands. Seine Entstehung verdankt der Blautopf verschiedenen Umständen. Die Albhochfläche besteht aus porösem und brüchigem Kalkgestein, das in sich stark zerklüftet und verwittert ist. Die Regenfälle auf der Alb sammeln sich nicht in Flüssen, sondern versickern sofort in den Untergrund.

Innerhalb des Bergmassivs sind weitverzweigte Höhlensysteme entstanden, die je nach Wasserspiegel unterirdische Höhlenflüsse führen oder zwischenzeitlich Trockenhöhlen sind. Die Trockenhöhlen sind teilweise erschlossen und können besichtigt werden; so die Tiefenhöhle in Laichingen, die Sontheimer Höhle am Ende des Tiefentales oder die Schertelshöhle bei Westerheim.

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