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Waldorfschule

Entwicklung in Siebenjahresschritten

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Ausbildung "höherer" seelischer Fähigkeiten

Um die Waldorfpädagogik verstehen zu können, ist der Begriff der "Anthroposophie" zentral, einer von Gründer Rudolf Steiner entwickelten Weltanschauungslehre, der ein besonderes Menschenbild zugrunde liegt. Übersetzt bedeutet Anthroposophie so viel wie "Weisheit vom Menschen über den Menschen". Dahinter verbirgt sich die Überzeugung, dass sich ein Mensch stufenweise, in Siebenjahresschritten, entwickle, um letztendlich "höhere" seelische Fähigkeiten ausbilden zu können. Je nachdem, in welchem Entwicklungsstadium sich ein Individuum befinde, müsse es unterschiedlich gefördert werden, um den seiner Phase entsprechenden Leib ausbilden zu können. Während die erste Phase beispielsweise durch Nachahmung und Zuhören geprägt sei, sei in der zweiten Phase die Förderung des Bildhaften und des Rhythmusgefühls zentral. Mit Erreichen des 21. Lebensjahres erlange der Mensch schließlich seine Selbstständigkeit und Urteilskraft. Dies sei eine Voraussetzung, um in der abschießenden vierten Phase den Ich-Leib ausbilden zu können, der Träger der höheren Menschenseele sei. Die Schüler werden anhand der Temperamentenlehre klassifiziert, es gibt Phlegmatiker, Melancholiker, Sanguiniker und Choleriker und - der häufigste Fall - Kinder, die mindestens zwei Temperamente in sich vereinen.

 

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Von Lena Schilder, wissen.de
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